Leverkusen: City: Aus Wehmeyer wird Woolworth

Leverkusen : City: Aus Wehmeyer wird Woolworth

Die IKP-Immobiliengruppe baut mit dem Entwickler Meteor Real Estate das Wehmeyer-Haus um. Einziehen werden unter anderem Woolworth und Café Extrablatt. Stadt und Werbegemeinschaft City freuen sich über diese "Fügung".

Reinhard Buchhorn hat ein leichtes Lächeln in der Stimme, als er sagt: "Das ist eine gute Fügung für die Wiesdorfer City." Und die kommt aus Düsseldorf und Erfurt. Der Projektentwickler Meteor Real Estate Erfurt und die IKP-Immobiliengruppe Düsseldorf revitalisieren die "Liegenschaft Wiesdorfer Platz 48", besser bekannt als das ehemalige Wehmeyer-Kaufhaus. Das Gebäude bekommt eine neue Fassade, wird modernisiert, die Handelsflächen werden optimiert. "So stehen demnächst insgesamt vier Ladenlokale mit Größen zwischen 170 und 1400 Quadratmetern zur Verfügung", berichtet Lars Kuchenbuch, einer der Geschäftsführer der IKP. "Zwei der vier Ladenlokale haben wir schon vermietet." Einziehen, und zwar langfristig, versichert IKP, wird auf rund 550 Quadratmetern eine Filiale des Café Extrablatt. 1400 Quadratmeter will die Kaufhauskette Woolworth nutzen, um wieder in Wiesdorf vertreten zu sein.

Lange hatte Woolworth in der City C eine Dependance, 2009 hatte das Unternehmen seinen Laden dort geschlossen, zwischendurch war immer wieder von Wiedereinzug die Rede, 2012 davon, dass Woolworth großes Interesse daran habe, in Wiesdorf vertreten zu sein - an einem neuen Standort.

Der scheint nun mitten in der City gefunden zu sein. "Woolworth wird eine gute Ergänzung zu den anderen Geschäften sein", sagt Buchhorn überzeugt. "In das Konzept, das wir für die City C entwickeln mit kleinen Geschäften, Wohnungen und Büros, passt Woolworth nicht mehr hinein. Wie es nun kommt, ist es eine gute Lösung für alle." Das die so schnell kommt, hatte auch Buchhorn ein wenig überrascht, er hatte vor zwei Wochen beim Neujahrsempfang der Werbegemeinschaft City nur angedeutet, dass ein Investor Interesse am Wehmeyer-Haus habe, aber die Umsetzung noch abzuwarten bleibe.

Dass die City in der Mitte zwischen Rathaus-Galerie und Kaufhof künftig nicht mehr durchhängt mit einem leeren Wehmeyer und ebensolchen Ladenlokalen in den Luminaden, darauf setzt auch Frank Schönberger von der Werbegemeinschaft City. "Das wird mit Sicherheit ein Zwischenziel und holt Leute in die Fußgängerzone", betont er. Der Ein-/Ausgang der Rathaus-Galerie neben Strauss sei der mit Abstand meistfrequentierte der Rathaus-Galerie. Wer da das Kaufzentrum verlasse und in Blickrichtung noch ein weiteres attraktives Angebot vor Augen habe, werde so noch stärker auch in die Fußgängerzone gezogen, überlegt Schönberger. "Das ist sicher auch für den Verbleib des Kaufhofs am Standort ein interessanter Aspekt." Und könnte, da sind sich Schönberger und Buchhorn einig, auch einen Schub für die Luminaden bringen, weil "Lauf da ist und der Bereich wieder als attraktive Lage gesehen wird", ergänzt Schönberger. Er hatte kürzlich auf dem Neujahrsempfang nochmal unterstrichen, wie wichtig der Kaufhof als Gegengewicht zur Rathaus-Galerie sei und auch dafür, dass Haupt- und Breidenbachstraße belebt seien. "Der Kaufhof bleibt", versichert Ralf Teichmann, der neue Geschäftsführer der Leverkusener Filiale. "Wir haben einen langfristigen Mietvertrag und uns im vergangenen Jahr erst aufwendig und zukunftsgerichtet aufgestellt." Auch er lobt die Entwicklung ein Stück weiter die Fußgängerzone runter. "Solche standortsichernden Maßnahmen sind gut; wenn sie dann noch mit einer Fassaden-Verschönerung einhergehen, steigert das Attraktivität und Frequenz in der ganzen Fußgängerzone. Ich bin insofern froh, dass der Leerstand, dazu ein so großer, beseitigt wird." Auch die Mischung Handel und Gastro lobt Teichmann, weil das "zum Verweilen einlädt".

Für die übrigen Geschäftsflächen von 700 Quadratmetern im Ex-Wehmeyer-Gebäude steht die IKP in "abschlussreifen Endgesprächen" mit Mietern. Und: "Die Entkernungsarbeiten im Gebäude haben begonnen. Der Bau startet in Kürze. Im Herbst, spätestens Frühjahr 2016, soll eröffnet werden", verrät Kuchenbuch.

(RP)