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CDU-Vorsitz: Zwei Leverkusener wählen mit

Kampfabstimmung auf Bundesparteitag : CDU-Vorsitz: Zwei Leverkusener wählen mit

Der Countdown für die Wahl des Bundesvorsitzenden der CDU läuft. Rüdiger Scholz und Frank Schönberger stimmen gleich zweimal ab – per Mausklick und per Zettel.

Der Countdown für die Wahl des Bundesvorsitzenden der CDU läuft. Auf einem digitalen Parteitag entscheiden die Delegierten am Samstag darüber, wer nach dem Rückzug von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer die Partei künftig führen wird. Zur Wahl stehen Friedrich Merz, Armin Laschet und Norbert Röttgen.

Zwei der 1001 Delegierten kommen aus Leverkusen: Kreisverbandsvorsitzender Frank Schönberger und Landtagsabgeordneter Rüdiger Scholz. Beide gehören auch dem Stadtrat an. Eine weite Reise können sich beide Leverkusener sparen und es sich statt dessen mit einer Tasse Kaffee zu Hause am Notebook gemütlich machen. Am Samstag ab 9.30 Uhr halten die drei Kandidaten ihre Reden. Es schließen sich ein erster und voraussichtlich – sollte keiner eine absolute Mehrheit erhalten – ein zweiter Wahlgang an.

Frank Schönberger ist CDU-Kreisverbandschef. Foto: Miserius, Uwe (umi)

Wie alle anderen Delegierten haben Schönberger und Scholz per Einschreiben einen Umschlag mit einer Karte erhalten, auf der ein Zugangscode freigerubbelt werden kann, berichtet Scholz. Damit können sich die Delegierten ins Parteitagsgeschehen einloggen und ebenfalls digital eine Wahl vornehmen.

Die Stimmen werden noch am selben Tag gezählt. Unabhängig davon müssen sie einen Briefumschlag mit ausgefülltem Stimmzettel und eidesstattlicher Erklärung per Post zurück in die Berliner Parteizentrale senden. Das sei aus juristischen Gründen nötig, erläutert Scholz. Diese postalisch zugestellten Stimmen werden in der folgenden Woche ausgezählt. Erst dann kann das offizielle Ergebnis der Wahl verkündet werden.

 Für Scholz ist die Entscheidung klar: „Ich wähle Armin Laschet.“ Ganz so leicht fiel ihm das offenbar nicht: „Wir haben drei Top-Kandidaten.“ Doch sei der „Landesvater“ derjenige, der „die meisten einbinden kann und das gesamte Spektrum abbildet“. Scholz kennt Laschet benso wie Röttgen aus der gemeinsamen Zeit in der Jungen Union und weiß um seine besonderen Qualitäten. Sollte der NRW-Ministerpräsident als Sieger aus der Wahl hervorgehen, hofft Scholz, dass sich die dann unterlegenen Merz und Röttgen von Laschet für politische Führungspositionen einbinden lassen. 

Alle drei Kandidaten für den Parteivorsitz hatten sich Ende vergangenen Jahres bei den rund 780 Leverkusener CDU-Mitgliedern persönlich vorgestellt. An drei digital präsentierten Terminen hatten sie jeweils exklusiv für die Leverkusener Christdemokraten Rede und Antwort gestanden.