CDU Opladen will Findlinge entfernen

Fußgängerzone Opladen : CDU: Findlinge schnell entfernen

Kritik an der Stadt. Sind Steine eher ein Risiko als ein Schutz für Fußgänger?

(RP) Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung II wirft der Stadt Leverkusen vor, das Thema der Opladener Findlinge auf der Kölner Straße, Höhe Aloysiuskapelle auf die lange Bank zu schieben. Zudem ist der CDU-Fraktionsvorsitzende im Bezirk II, Lucas Melzig mit der Antwort der Stadt auf einen CDU-Bezirksantrag nicht zufrieden.

Im Juni 2018 haben die Opladener Politiker Rainer Schiefer und Lucas Melzig einen Antrag an die Bezirksvertretung II gestellt, nach dem die derzeitigen weißen Findlingssteine durch stärkere und ansehnlichere Barrieren ersetzt werden sollen. „Viele Opladener lachen über die Steine“, sagt Melzig und vertritt weiterhin die Ansicht, dass im Ernstfall, etwa bei Durchfahrt eines Lkw gerade diese Steine zu einem Geschoss würden. Grund des Antrags war aber auch, dass nach dem Umbau der Fußgängerzone an der Stelle eine „Aufhübschung“ etwa durch massive Blumenkübel nach dem Vorbild anderer Städte angedacht werden sollte. Der CDU-Antrag wurde im Bezirk II einstimmig beschlossen.

Nun hat die Stadtverwaltung eine Stellungnahme zum Antrag abgegeben, berichtet Melzig. Dort schreibt die Stadt, dass ein als Barriere verkleideter Blumenkübel rund 60.000 Euro kosten würde und dass das Thema Findlinge in den Kriminalpräventiven Rat vertagt werden solle. „Die CDU möchte sich zwar nicht in Sicherheitsgesichtspunkten in die Arbeit der Sicherheitsbehörden einmischen, fragt jedoch ernsthaft nach, wie es sein kann, dass solche Blümenkübel in Leverkusen auf etwa 60.000 Euro (!) geschätzt werden, in den bayerischen Städten Nürnberg und München, wo sie auch eingesetzt werden, aber preislich deutlich darunter liegen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Dass das Thema nun an den Kriminalpräventiven Rat verwiesen wird, befürwortet die CDU-Bezirksfraktion. Ob aber ein anderes Ergebnis zustande kommt, bezweifelt Melzig. „Das Thema werde auf die lange Bank geschoben, während der Bezirk II eigentlich eine klares Meinungsbild abgeben hat.“

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