Leverkusen: CBT zählt zu den besten Arbeitgebern

Leverkusen: CBT zählt zu den besten Arbeitgebern

Die Trägergesellschaft des Wohnhauses Upladin ist als einer der besten Arbeitgeber im Sozialbereich geehrt worden.

Als Wolfgang Pauls, Chef des CBT-Wohnhauses Upladin, mit Küchenchef Martin Humpert und Kollegen die Küche betritt, stimmen sie "Happy Birthday" an. Eine Mitarbeiterin von Humpert hat Geburtstag. "Das ist mir jetzt peinlich", sagt sie lächelnd, dankt, nimmt Glückwünsche entgegen. Dann wird weitergearbeitet. Die Stimmung ist gelöst - obwohl die Tortellini im Topf gleich raus müssen. Es ist kurz vor Mittag. Hochbetrieb in der Küche.

Wenn ein Mitarbeiter Geburtstag habe, gebe es von Kollegen immer ein Ständchen, erzählt Pauls später. "Das ist bei uns normal". Und für "normal" hat das CBT-Wohnhaus jetzt eine Urkunde bekommen. Dessen Trägergesellschaft CBT (Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft) hat beim Wettbewerb "Great place to work 2014 - Beste Arbeitgeber Gesundheit & Soziales" sehr gut abgeschnitten - als einer der besten 25 Arbeitgeber in Deutschland. 180 Unternehmen hatten sich um so eine Auszeichnung beworben. In der Kategorie Pflege, in der die CBT antrat, gab es 90 Mitbewerber. "Wir sind auf Platz sechs gekommen", berichtet Pauls. Für die Häuser der CBT gab es dafür eben jene Urkunde, die bald im Foyer des Upladin ihren Platz bekommen wird.

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Um beim Wettbewerb mitmachen zu können, mussten sich mindestens 40 Prozent der Belegschaft eines Unternehmens an einer anonymen Befragung beteiligen. "Bei uns im Haus haben 60 Prozent teigenommen", berichtet der Geschäftsführer. Bei der Befragung zu Arbeitsplatzthemen wie Vertrauen, Identifikation, Teamgeist und Vergütung zeigte sich laut Pauls, dass die Mitarbeiter mehrheitlich mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden sind. 98 Prozent gaben an, sie seien stolz auf die geleistete Arbeit. Das sagt auch Eva Sobotta-Högerle, die seit mehr als 30 Jahren im Upladin tätig ist. "Bei CBT ist drin, was draußen dransteht - christlich begleiten und tragen", nennt sie das aus den drei Buchstaben entstandene Leitmotto der Einrichtung. In der CBT habe sie sich weiterentwickeln können - mittlerweile arbeitet sie im Bereich Wohnen mit Service, ist zudem Begleiterin in der Seelsorge. Auch Martin Humpert und Altenpfleger-Azubi Kilian Jungbluth loben die Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter im Haus, Astrid Gruska, Quartiersmanagerin, ist gelernte Luftverkehrskauffrau und als Seiteneinsteigerin ins Upladin gekommen. "Ich habe zwei Kinder. Mein alter Arbeitgeber konnte mir keine Teilzeitmöglichkeiten anbieten", berichtet sie. Das Lob wird durch einen Umfragewert bestätigt: 83 Prozent sagten: "Das ist alles in allem ein sehr guter Arbeitsplatz." Pauls ergänzt: "Von unseren 240 Mitarbeitern sind mehr als 100 länger als zehn Jahre dabei." Auch das spräche für die "Atmosphäre der Wertschätzung" im Upladin.

Pauls verhehlt nicht, dass die Umfrage auch Kritisches zutage förderte. "Die Mitarbeiter wünschen sich mehr Lohn. Nachvollziehbar. Obwohl: Die Caritas zahlt nach Tarif, es gibt soziale Leistungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld, aber keine Niedriglöhne und kein Outsourcing." Die größere Herausforderung sei die physische Belastung gerade von älteren Mitarbeitern. "Wir müssen als Arbeitgeber schauen, wie wir da Unterstützung geben können, etwa durch Gesundheitsförderung oder Möglichkeiten am Arbeitsplatz", betont Pauls. Und manchmal reicht schon ein Geburtstagsständchen für ein Strahlen.

(RP)
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