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Leverkusen: Campus-Brücke für 2,6 Millionen Euro

Leverkusen : Campus-Brücke für 2,6 Millionen Euro

Im Mai können die Bauarbeiten an der Campus-Brücke endlich beginnen. Die Brücke verbindet das Gelände der Neuen Bahnstadt mit dem Opladener Zentrum. Entstehen soll zudem eine ausgedehnte Grünflächenanlage.

Noch ist die Campus-Brücke, die das Opladener Zentrum mit der Neuen Bahnstadt verbinden soll, nur zu erahnen. Einzig die 7,50 Meter hohen Stützwände ragen hinter der Werkstättenstraße aus der Baustelle im Gleisfeld heraus. Bereits 2009 wurde das Architektenbüro "Night" aus England mit dem Bau der Brücke beauftragt. "Spätestens Mai können wir nun endlich mit den Bauarbeiten beginnen", bestätigt Vera Rottes, Geschäftsführerin der Neuen Bahnstadt.

Die fertige Brücke wird die gesamten Schienen überspannen und die Werkstättenstraße mit der Bahnallee etwa in Höhe der Ecke Humboldtstraße/Uhlandstraße verbinden. Somit wird eine Rad- und Gehwegeverbindung zwischen Quettingen und Opladen realisiert. Zudem ist ein direkter Zugang zu den Bahnsteigen von der Brücke aus geplant. Optisch wird sich die Campus-Brücke an das restliche Gelände anpassen. So wird hauptsächlich mit wetterfestem Stahl gearbeitet, die Seitenwände der Brücke sind in Lamellenform den Schienen nachempfunden.

Brückenbau in drei Abschnitten

  • Fotos : Projekttag Bahnstadt Opladen 2011
  • Leverkusen : Immobilientag kooperiert mit der Neuen Bahnstadt
  • Polizei und Staatsanwaltschaft durchsuchen das Gelände
    Großeinsatz in Leverkusen : Razzia auf Schrottplatz an der Bahnstadt – gelangten Giftstoffe in den Boden?

Der Brückenbau erfolgt in drei Stufen.

Erstens: Die Fläche zwischen den bereits stehenden Stützwänden und der Werkstättenstraße wird mit Erdboden aufgefüllt. "Dabei entsteht eine etwa 70 Meter breite, sanft ansteigende Spiel- und Liegewiese sowie vier Terrassen mit bunt blühenden Stauden und Gräsern", erläutert Prokurist Stefan Karl. So solle ein optisches Ineinanderfließen zwischen "Grüner Mitte" und Brückenkopf entstehen. Auf die Brücke gelangen Fußgänger entweder über eine 95 Meter lange, barrierefreie Rampe oder direkt über fünf kleine Treppen.

Zweitens: Bau der vier Brückenpfeiler. "In nächtlichen Sperrpausen werden die Oberleitungen über den Gleisen abgeschaltet und geerdet, nur so können die nötigen Schutzwände neben den Gleisen errichtet werden", berichtet Ulrich van Acken, Brückenspezialist der TBL. Hinter den Schutzwänden könne dann auch während des laufenden Bahnbetriebs ohne Einschränkung an den Pfeilern gearbeitet werden, ergänzt van Acken. Die vorgefertigten Überbauteile der Brücke werden anschließend mit Hilfe eines Autokrans in mehreren Nächten im Oktober auf die Pfeiler gehoben.

Drittens: Rampenbau auf Opladener Seite. Bis zur endgültigen Verlegung der Gütergleise wird eine Stahlbrücke von 21 Metern Länge die Gleise überbrücken. Die dazugehörige Rampe besteht aus provisorischen Gerüstbauelementen und endet auf dem Parkplatz Humboldtstraße. Die Stahlbrücke solle in der endgültigen Rampe nach der Gütergleisverlegung weiter verwendet werden, so van Acken.

(RP/jul)