Leverkusen: Calevornia-Sauna als Kneipp-Anlage zertifiziert

Leverkusen : Calevornia-Sauna als Kneipp-Anlage zertifiziert

Die Park-Sauna im Freizeitbad Calevornia ist als erste Sauna bundesweit als Kneipp-Anlage ausgezeichnet worden.

Die Urkunde überreichte Ulrich Kalwei, Vorsitzender des Kneipp-Bund Landesverbandes NRW, an Sportparkleiter Georg Boßhammer. Insgesamt 20.000 Euro wurden in die Sauna investiert. "Ein tolles Ereignis für eine Stadt, die chronisch knapp bei Kasse ist", kommentierte Dezernent Marc Adomat.

Beim Stichwort "Wasser" denkt jeder fast automatisch an den einstigen Pfarrer Sebastian Kneipp und Naturheilkundler, der durch Wasserkur und Wassertreten erst populär wurde. "Aber Kneipp ist mehr als Wasser", schilderte Kneipp-Trainerin Anja Brückmann. Er war ein Visionär, der ein Lebenskonzept schuf, das den Menschen, seine Lebensgewohnheiten und Umwelt untrennbar als ausgewogene Einheit betrachtete. Und er war der Meinung: "Alles was wir brauchen, um gesund zu bleiben, hat uns die Natur reichlich geschenkt." Seine Philosophie basiert auf den fünf Säulen Wasser, Bewegung, Ernährung, Kräuter und Balance.

Für das alles ist jetzt in der Park-Sauna gesorgt: Im Garten neu hinzugekommen ist ein Becken für Wassertreten und Armanwendungen. In Kürze folgt ein Umbau der unteren Duschen, so dass auch warme und kalte Güsse möglich sein werden. Bewegung wäre in den sieben Sauna-Räumen nicht wirklich gut, dafür gibt es das Schwimmbad.

Für Ernährung sorgt die Gastronomie. Kräuter und Heilpflanzen sind im Sauna-Garten vorhanden und sollen im Frühjahr erweitert werden. Wenn keines der bisher genannten Elemente dominiere und alle Säulen gleichermaßen beherzigt und das Ausruhen nicht vergessen werde, dann sei für die Balance automatisch gesorgt, sagte Anja Brückmann und ergänzte: "Wenn Kneipp früher schon eine Sauna gekannt hätte, wäre er begeistert gewesen." Dem pflichtete der Leverkusener Ärztesprecher Dr. Peter Travnik bei und sagte, viele Krankheiten ließen sich durch Kneipp-Anwendungen gut, kostengünstig und ohne Medikamente behandeln. Die Zertifizierung wird in zwei Jahren überprüft.

(gkf)
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