Calevornia in Leverkusen: Besucher sauer über zu wenig Badepersonal

Freibadwetter in Leverkusen : Calevornia: Besucher sauer über zu wenig Badepersonal

Extreme Temperaturen. Extremer Wunsch nach Abkühlung. Gerne im Freibad. Im Calevornia war am Dienstagnachmittag Aufnahmestopp von weiteren Badegästen, die Anlage war voll. Der Haken: Laut Gästen vor Ort standen lediglich drei Bademeister zur Verfügung „für Sauna, Hallen- und Freibad zusammen“, berichtete eine Saunagängerin.

Die Folge: In der Sauna  hätten die Bademeister keine Aufgüsse mehr anbieten können. Zum Ärger einiger Saunagäste. „Der Unmut ist hoch. Manche haben schon  gesagt, sie wollten ihr Eintrittsgeld zurück“, erzählte die Besucherin weiter. Auch beim Service-Personal sei es knapp. „An der Kasse saß nur eine Mitarbeiterin, die Schlange davor war riesig.“ Das Personal habe einen überforderten Eindruck gemacht.

Ein anderer Calevornia-Besucher habe sich an frühere Zeiten erinnert, in denen Besucher im Freibad dem Personal geholfen hätten. „Da sollen Kinder beim Papierkorb-Leeren geholfen und dafür eine Freikarte bekommen haben, wird hier erzählt. Und dass man diese Idee doch aufnehmen und ausbauen könnte. Für eine Freikarte wären bestimmt viele  bereit, mit anzupacken“, fasst die Saunabesucherin gegenüber unserer Zeitung die Hilfsideen, die am Dienstag im Bad kursierten, zusammen.

Georg Boßhammer, Chef des fürs Calevornia und das Bad im Wiembachtal zuständigen städtischen Sportparks  bestätigte auf Anfrage, dass das Calevornia einen Besucherstopp verhängt, „wenn  eine gewisse Zahl an Gästen auf der Anlage ist. Das gehört zu unseren Sicherheitsvorgaben. Und Sicherheit steht über allem.“ Um die auf der gesamten Anlage, vor allem im Bereich der Wasserbecken, gewährleisten zu können, könne es eben auch sein, dass die Aufgüsse in der Sauna ausgesetzt würden.

Georg Boßhammer sagte auch, dass  es derzeit Personalprobleme gebe: „Wir haben viele Krankmeldungen – sowohl im Rettungs- als auch im Service-Bereich. Es scheint eine Sommergrippe umzugehen.“ Und dann wiederholt der Sportpark-Chef noch einmal: „Das Thema Sicherheit hat bei uns oberste Priorität. Wer dafür kein Verständnis hat...“

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