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Busbahnhof Opladen vor 25 Jahren eröffnet

Rückblick : Bitte umsteigen – am neuen Busbahnhof 

Vor fast 25 Jahren wurde der Busbahnhof Opladen eröffnet. Nun soll er einem neuen Platz machen. 

Der Stadtrat hat am Montag den Entwurf für das Dach des neuen Zentralen Omnibusbahnhofs Opladen (ZOB) beschlossen. Damit ist der Weg frei für den Neubau. Die Bagger könnten bald schon rollen. Im Spätherbst 2020 soll der neue Busbahnhof fertig sein. Dann muss der alte weichen und ist dann gerade mal 25 Jahre alt.

Am 29. April 1994 war der Busbahnhof nach mehr als zweijähriger Bauzeit unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit eröffnet worden. Er galt damals als hochmodernes Verkehrsprojekt. „Wenn in unserer Stadt der Verkehrsinfarkt verhindert werden soll, ist die Stärkung den öffentlichen Personennahverkehrs dringend erforderlich“, schreibt der damalige Oberbürgermeister Horst Henning (1984 bis 1994 im Amt) in einer Bürgerbroschüre, die über das Projekt aufklären soll.

Scherenschnitt mit dem damaligen Oberbürgermeister Horst Henning (2.v.links) bei der Eröffnung des neuen Busbahnhofs. Foto: P. Seibel

Die Planungen reichten weit zurück, schreibt Henning in seinen Grußwort zur Broschüre weiter, herausgekommen sei ein Kompromiss. An die Bürger appelliert der Oberbürgermeister, nicht erst auf die Fertigstellung des neuen Busbahnhofs zu warten, sondern schon jetzt vom Auto auf den Nahverkehr umzusteigen „wo immer es geht“. – “Sie wissen wie ich, dass wir sonst mit noch mehr Verkehr sehr bald in einer Sackgasse landen, weil nichts mehr geht.“ Die Broschüre für den neuen Busbahnhof ist auch eine Werbebotschaft für eine frühe „Verkehrswende“ – „Überlegen Sie, ob Sie tatsächlich Ihr Auto benötigen, um ein Ziel zu erreichen“, heißt es weiter. „Denn 40 Prozent aller gefahrenen Autokilometer sind Kurzstrecken unter drei Kilometer. Hierbei ist der Schadstoffausstoß Ihres Autos besonders groß, und außerdem schaden Kurzstrecken Ihrem Auto.“

Die transparente Dachkonstruktion schützt Fahrgäste vor Regen und ist zugleich markantes Zeichen des Busbahnhofs. . Foto: P. Seibel

Der städtische Infotext lobt das Leverkusener Konzept im Personen-Nahverkehr mit Wiesdorf und Opladen als Knotenpunkte für den Busverkehr und mit stadtweit sechs Bahnhöfen für den Bahnverkehr. Schnelles Weiterkommen mit Bus und Bahn sei in Leverkusen im 20-Minuten-Takt garantiert. „Wer will bei diesen vielen handfesten Argumenten noch den Stress des Autofahrens in der Stadt auf sich nehmen?“ So lautet die abschließende Frage.