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Bus 255: Nach Wiedenhoff-Aus „keine Einschränkungen“

Verkehrsverbund Rheinland versichert : Bus 255: Nach Wiedenhoff-Aus „keine Einschränkungen“

Viele Bürger sorgen sich, dass sie ab 1. Juli nicht mehr mit dem Bus in die Opladener Innenstadt oder nach Wiesdorf fahren können, schließlich wird das Burscheider Unternehmen nicht mehr in Leverkusen fahren. Probleme geben soll es deswegen aber nicht.

Die Frage dürfte viele Bürger seit Tagen, wenn nicht Wochen beschäftigen: Wie geht es weiter mit der Buslinie 255, wenn ab Donnerstag keine Wiedenhoff-Busse mehr auf Leverkusens Straßen fahren?

„Vor allem ältere, auf den Bus angewiesene Menschen sind verunsichert“, sagt Friedrich Busch, ehemaliges Opladener Ratsmitglied, an den sich anscheinend viele Bürger gewandt hatten. Busch fragte bei Wiedenhoff nach – und erhielt wenig zufriedenstellende Neuigkeiten: Nachdem der Verkehrsverbund Rheinland den Kooperations- und Einnahmeaufteilungsvertrag mit der Solinger Firma zum 30. Juni gekündigt hatte, wird kein Bus mehr von der Sandstraße im Opladener Norden in die Opladener Innenstadt beziehungsweise ohne Umstieg bis nach Wiesdorf fahren.

Konkret heißt es vom Nahverkehr Rheinland: „Ein Weiterbetrieb durch die Firma Wiedenhoff ohne entsprechende Liniengenehmigungen ist nicht möglich.“ Die Genehmigung für die Linie 255 werde die zuständige Bezirksregierung jetzt wahrscheinlich der Wupsi erteilen, glaubt Busch. Probleme für die Fahrgäste sollen sich nicht ergeben, versichert wiederum der Nahverkehr Rheinland: „Die zuständigen kommunalen Aufgabenträger bereiten Anschlusslösungen für den Zeitraum ab dem 1. Juli vor, um einen unterbrechungsfreien Betrieb für die Kunden auf allen Linien sicherzustellen.“

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Busch kritisiert die schlechte Informationspolitik und das fehlende Engagement der Politik. „Warum hat sich zum Beispiel Herr Reuel als Leichlinger Bürger nicht in die Verhandlungen eingeschaltet, um Einfluss auf Wiedenhoff zu nehmen?“ Bereits seit Sommer 2020 habe es Verhandlungen zwischen den VRS-Verkehrsunternehmen zur Beilegung aller – nicht nur der jetzt für die Kündigung relevanten – Streitigkeiten gegeben. „Diese Verhandlungen sind im März auf der Zielgerade gescheitert, da die Firma Wiedenhoff ihre Zustimmung nachträglich an die Erfüllung von Forderungen außerhalb der Einnahmeaufteilung geknüpft hat, die von den Verbundverkehrsunternehmen mangels Zuständigkeit schlichtweg nicht zu erfüllen waren.“

(afri)