Missbrauchsverdacht in Kita in Burscheid „Es sind gravierende, schwerwiegende Vorwürfe“

Burscheid · Zwei Beschäftigte einer Kindertagesstätte in Burscheid sind nach Vorwürfen des sexuellen Kindesmissbrauchs freigestellt worden. Die Anschuldigungen seien erheblich, wie ein Caritas-Sprecher sagte.

 Garderobe in einer Kita (Symbolbild)

Garderobe in einer Kita (Symbolbild)

Foto: dpa/Armin Weigel

Mehrere Eltern erheben Vorwürfe gegen zwei Mitarbeiterinnen einer Kindertagesstätte in Burscheid. Es geht um den Verdacht des sexuellen Missbrauchs, wie Kaspar Müller-Bringmann vom Caritasverband für den Rheinisch-Bergischen Kreis unserer Redaktion bestätigte. Der Verband ist Träger der Einrichtung. „Es geht um gravierende, schwerwiegende Vorwürfe“, sagte Müller-Bringmann. Die beiden Mitarbeiterinnen seien vom Dienst freigestellt worden. Zuerst hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ über den Fall berichtet.

„Zwei Strafanzeigen wurden erstattet und wir ermitteln nun auf Hochtouren“, sagte ein Sprecher der Kreispolizeibehörde Rheinisch-Bergischer Kreis. Auch die Kölner Polizei sei in die Ermittlungen einbezogen worden. „Noch stehen wir ganz am Anfang.“ Die Polizei sei am 27. Februar in die Kita gerufen worden und habe dort die Strafanzeigen aufgenommen.

Nach Angaben von Caritassprecher Müller-Bringmann ist noch unklar, wie viele Kinder betroffen sein sollen. „Wir haben das Kreis- und das Landesjugendamt eingeschaltet, außerdem den Diözesanverband“, sagte er.

In der Kita würden rund 110 Kinder ab zwei Jahren betreut – unter ihnen auch Kinder mit Behinderungen. Alle Eltern seien per Brief über die Vorwürfe und die Anzeigen informiert worden. „Die Kita ist geöffnet, aber von einem normalen Betrieb kann keine Rede sein“, sagte der Sprecher. „Eltern sind verunsichert, fassungslos und schockiert – manche sagen auch: Das kann ja gar nicht sein.“ Einige Eltern hätten ihre Kinder am Donnerstag gar nicht in die Kita gebracht.

Die Ermittlungen dauern an.

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