Leverkusen: Bunkerfund in der Birkenbergstraße

Leverkusen: Bunkerfund in der Birkenbergstraße

Wegen einer ungewöhnlichen Entdeckung sind die Bauarbeiten auf einem Grundstück in der Birkenbergstraße in der Opladener Altstadt ins Stocken geraten.

Ein sieben Meter langer und rund zwei Meter breiter unterirdischer Bunker behindert zurzeit die Bauarbeiten. Als Bauherr Nazmi Durmishi das Fundament für den Bau eines neuen Hauses legen wollte, stieß er auf die 70 Zentimeter dicken Wände eines alten Schutzraumes. "Ob der Bunker vor oder nach dem Zweiten Weltkrieg gebaut worden ist, kann ich nicht sagen", berichtete Durmishi.

"Bunker wäre prima Weinkeller"

Auch die Anwohner, die zuletzt im dem abgerissenen Haus über dem Bunker gelebt hatten, konnten dem Bauherrn da nicht weiterhelfen. Sie hatten sich nie dafür interessiert, so dass das Bauwerk unter dem Hausgarten fast in Vergessenheit geraten war. "Der Eingang war total zugewachsen, der Raum ist jahrzehntelang nicht betreten worden", sagte Durmishi. Bis der Bauherr selbst den Eingang freiräumte – und einen komplett erhaltenen, leeren Raum entdeckte. "Mit so einem riesigen Ding hatten wir nicht gerechnet", sagte Durmishi über den Bunkerfund in der Birkenbergstraße.

Mit massiven Baggermeißeln zertrümmert die Düsseldorfer Baufirma von Durmishi in den kommenden Tagen die Bunkermauern, die für den Neubau auf jeden Fall entfernt werden müssen. Komplett abreißen will der Bauherr den alten Schutzraum eigentlich nicht. Der Bau sei komplett trocken und absolut geruchslos. Für die weitere Verwendung hat Durmishi auch schon eine Idee: "Der wäre sicher ein prima Weinkeller."

Ob der Bunker wegen des geplanten Neubaus ganz abgerissen werden muss, soll in den kommenden Tagen ein Architekt entscheiden.

(RP)