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Leverkusen: Bundesverdienstkreuze für Schiffsbrücke in Wuppermündung

Leverkusen : Bundesverdienstkreuze für Schiffsbrücke in Wuppermündung

Zum Saisonstart am Beginn der Osterferien soll es endlich so weit sein. Die Schiffsbrücke in der Wuppermündung geht in Betrieb – nach jahrelanger Vorbereitung, vielen Mühen und manchen Problemen, die es zunächst auszuräumen galt.

Zum Saisonstart am Beginn der Osterferien soll es endlich so weit sein. Die Schiffsbrücke in der Wuppermündung geht in Betrieb — nach jahrelanger Vorbereitung, vielen Mühen und manchen Problemen, die es zunächst auszuräumen galt.

"Das alleine wäre schon diese Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz wert", sagte Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn am Montag im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich. Dort überreichte er die Ehrung im Namen des Bundespräsidenten Joachim Gauck gleich im Doppelpack an Gabriele Pelzer und Karl Lange.

Beide haben viele Arbeitsstunden in den Förderverein Schiffsbrücke Wuppermündung investiert und erhebliche Finanzmittel zur Instandsetzung der historischen Schiffe akquiriert. Aber beide haben sich auch darüber hinaus für das Gemeinwohl eingesetzt. Gabriele Pelzer ist seit 1985 Mitglied der Stadtgeschichtlichen Vereinigung, dessen Vorsitz sie vor acht Jahren übernahm. Sie organisierte unter anderem die Ausstellung zum 75. Stadtjubiläum und gab das dazu von ihr verfasste Buch "Alles im Fluss" heraus. Sie ist Mitbegründerin des Arbeitskreises, der 2012 in der Villa Römer das "Haus der Stadtgeschichte" eröffnen konnte, kümmert sich dort um die Exponate, Öffentlichkeitsarbeit, Betriebskonzept, Wirtschaftsplan und Sponsoren.

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"Ohne Ihre Arbeit gäbe es dieses Heimatmuseum nicht", vermutete Buchhorn. Karl Lange war neben seiner tatkräftigen Mitarbeit an der Schiffsbrücke ein "sehr aktiver Lokalpolitiker", so der OB. Seit 1992 ist er CDU-Mitglied, war von 1997 bis 2003 Vorsitzender des Ortsverbandes Leverkusen-Rheindorf und gehörte von 1995 bis 2004 dem Rat der Stadt an. Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden sowie der Bau- und Planungsausschuss hätten von seinem enormen Sachverstand profitiert.

Beide Bundesverdienstkreuzträger freuten sich über die Wertschätzung, machten aber in ihren Dankesworten deutlich, dass sie die Auszeichnung nicht alleine verdient hätten. Gabriele Pelzer sprach symbolisch von einer starken Crew, die bei Sturm und Gegenwind dafür gesorgt habe, dass man das Ziel erreicht habe. Eine "Schicksalsgemeinschaft", die gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen sei, immer mit viel Herzblut. Auch Karl Lange nannte weitere Namen wichtiger Mithelfer. "Liebe Freunde, ohne Euch wäre es nicht möglich gewesen, die Schiffsbrücke wiederzueröffnen", sprach er jene an, die zur Verleihung ins Schloss gekommen waren. Die meistgestellten Fragen seien: 1. Wann ist sie endlich fertig? 2. Würdest Du das noch mal machen? Diese Frage sei falsch gestellt, so Lange, denn "meine Restlebenszeit macht die Antwort überflüssig."

Zwei Jahrzehnte hat die Verwirklichung gedauert, wenn die Schiffsbrücke 2014 in Betrieb geht. Die beiden Geehrten nutzten die Gelegenheit und übergaben Buchhorn direkt ihre Überlegungen, wo Schilder mit einem Hinweis auf die Schiffsbrücke aufgestellt werden sollten. Angestrebt ist auch eine touristische Landmarke an der Autobahn.

(mkl)