Bürrig: Grundschulsanierung verschiebt sich – Eltern sauer

Grundschule Bürrig : Eltern ärgern sich über lange Sanierung

Die Arbeiten an der Grundschule Bürrig stocken. Besserung ist nicht in Sicht. Erst ab Mitte 2020 soll es weitergehen.

Sie mag spannende Baustellen, hat Baudezernentin Andrea Deppe mal bei einem Rundgang durch die Baustelle Hauptschule Im Hederichsfeld gesagt. Aktuell dürfte es ihr in Leverkusen vielleicht sogar ein bisschen zu spannend sein. Denn bei diversen Schulsanierungen häufen sich die unerwarteten Schäden, und somit auch die Verzögerungen. So zum Beispiel auch an der  Bürriger Grundschule Im Steinfeld.

Eltern der betroffenen Kinder sind mittlerweile sauer: „Der ursprüngliche Plan war, dass der Altbau ab April 2018 wieder bezogen werden kann.  Mittlerweile haben wir Dezember 2019 und ein Ende der Bauarbeiten ist nicht in Sicht. Im Gegenteil  – seit mehreren Monaten steht die Arbeit still und niemand weiß genaueres, da es keine Transparenz oder Kommunikation von Seiten der Stadt gibt“, klagten betroffene Eltern zuletzt in den sozialen Medien.

Und weiter: „Was bedeutet das für unsere Kinder und das Kollegium? Es werden viele Klassen seit Jahren in Containern unterrichtet. Es gibt zu wenige Toiletten und zu wenige Klassenräume. Dies hatte unter anderem zur Konsequenz, dass die aktuelle zweizügige 3. Klasse im letzten Jahr nicht wie notwendig auf eine weitere Klasse aufgesplittet werden konnte.“ Das Spielen auf dem Schulhof sei wegen der Bausituation ebenfalls eingeschränkt, die Schüler „lebten und lernten“ mittlerweile in einem Dauer-Provisorium. „Ein Ende ist nicht in Sicht“, monierten die Eltern, die die sofortige Wiederaufnahme der Bauarbeiten fordern.

So rasch wird dies aber  wohl nicht möglich sein. Denn: Die Stadt zitiert auf Anfrage unserer Redaktion noch einmal das Informationsblatt z.d.a.Rat für die Politik vom Frühjahr 2019. Damals hieß es: „Im September 2018 wurde während der Sanierungsarbeiten im Altbau entdeckt, dass sich an tragenden Decken großflächige Putzflächen gelöst hatten. Daraufhin wurden alle Bauarbeiten gestoppt und weitreichende betontechnische Untersuchungen veranlasst. Zurzeit wird ein Sanierungskonzept erarbeitet, um die erforderlichen Maßnahmen an Decken, Unterzügen und Stützen zu erfassen und die notwendigen Arbeiten auszuschreiben.“

Die Stadtverwaltung ergänzt, dass sie die Zusatzkosten und die Auswirkungen auf den Bau-Terminplan erst benennen kann,  wenn der Sanierungsumfang feststehe.  „Seitens der Stadt wurde ein externer Projektsteuerer hinzugezogen, um die Arbeiten zu beschleunigen.“ Derzeit liege ein statisches Vorkonzept vor, es seien aber noch weitergehende betontechnologische Untersuchungen nötig.

„Eine abschließende statische Beurteilung ist momentan für Ende Februar 2020 vorgesehen. Im Anschluss daran müssen die Arbeiten ausgeschrieben und vergeben werden; zudem ist eine Baugenehmigung hierfür erforderlich“, sagt eine Stadtsprecherin. Eltern, Lehrer und Schüler müssen sich noch gedulden, denn erst ab der zweiten Jahreshälfte 2020 sollen dann die Bauarbeiten fortgesetzt werden. Mitte kommenden Jahres soll alles fertig sein, vorausgesetzt, es läuft alles glatt.

Die Schulleitung sei informiert. In diesem Monat will die Stadt die Eltern bei einer Veranstaltung informieren. Dies hatten auch die Eltern gefordert. Sie befürchten: „Sollte sich an der aktuellen Situation nichts ändern, kann und wird es auch Einfluss auf zukünftige Schulanmeldungen haben, was unnötige Ablehnungen zur Folge hätte.“