Bürgerstiftung Leverkusen bietet Bedürftigen Unterstützung beim Schüleraustausch

Unterstützung beim Schüleraustausch : Freunde fürs Leben gefunden

Die Bürgerstiftung Leverkusen bietet finanzielle Unterstützung beim Schüleraustausch. Zwei Schüler berichteten jetzt.

Mike Mangold und Ellen Scholz möchten die Erfahrungen nicht missen. Beide waren für ein Jahr in den USA, lebten dort in Familien und besuchten eine High School. Den Lise-Meitner-Schüler hatte es in die tiefste Provinz in Minnesota verschlagen, die Schlebuscher Gesamtschülerin nach Bakersfield in Kalifiornien. Beide haben dort nicht nur ihre Sprachkenntnisse verbessert, sondern eine andere Lebensweise kennengelernt und vor allem Freunde fürs Leben gewonnen. Zurück im deutschen Schulalltag, wo sie nichts besonderes mehr sind, erzählten sie Jugendlichen und deren Eltern von ihrem Auslandsaufenthalt, von dem sie mit Sicherheit verändert und um viele Erfahrungen reicher zurückgekehrt sind.

Eingeladen hatte die Bürgerstiftung Leverkusen schon zum siebten Mal zu dieser Informationsveranstaltung in der Sparkasse. Denn die Stiftung bietet jährlich finanzielle Unterstützung für Jugendliche, deren Familien sich ein Auslandsschuljahr sonst nicht leisten könnten. Das macht sie nicht selbst, sondern in Kooperation mit den drei Austauschorganisationen AFS, YFU und ODI, die alle demselben Dachverband angehören.

Denn eine solide Organisation zu finden, das sei im Dschungel der vielen Anbieter gar nicht so einfach, sagt Konstanze Ehlebrecht, die den Arbeitskreis gemeinnütziger Austauschorganisationen (AJA) vertrat. „Mit dem Schüleraustausch ist es wie mit dem Hausbau“, meint sie. „Beides macht man in der Regel einmal im Leben.“ Und da sollte alles auf Anhieb klappen.

Sie hat deswegen eine Checkliste für die Auswahl einer Organisation zusammengestellt. Neben Kosten, Versicherungen und möglichen Stipendien sollte man darauf achten, ob mehrtägige Vor- und Nachbereitungsseminare angeboten und die Schüler im Gastland Seminare und feste Ansprechpartner haben, ob es ein 24 Stunden besetztes Notfalltelefon gibt und eine Regelung bei medizinischen Notfällen.

Die drei Organisationen, die am Montag in der Sparkasse vertreten waren, erfüllen all diese Punkte. Egal, ob es sich eher um einen kleinen Anbieter handelt wie die Kölner Agentur „Open Door International“, mit der Mike Mangold gute Erfahrungen gemacht hat, oder eine sehr große, wie der Verein AFS Interkulturelle Begegnungen, der Ellen Scholz begleitete. „Youth for Understanding“ ist die dritte Organisation, mit der die Bürgerstiftung zusammenarbeitet.

Nach einem kurzen Vortrag hatten Eltern und Schüler die Möglichkeit, die Mitarbeiter in Einzelgesprächen direkt zu befragen. Dabei ging es neben ganz praktischen Dingen und möglichen Problemen im Ausland für viele auch um den Wiedereinstiegs in die Schule nach der Rückkehr. Die sei eher unbegründet, meinte Ehlebrecht. In jedem Fall sei ein Auslandsjahr ein Gewinn. Diese Erfahrung habe sie auch ganz persönlich gemacht.

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