Leverkusen: Schon wieder keine Heizung, und LEG-Mieter sind genervt

Leverkusen: Schon wieder keine Heizung, und LEG-Mieter sind genervt

Bewohner der Friedrich-List-Straße konnten in der kältesten Phase des Jahres 24 Stunden nicht heizen. Inzwischen ist der Schaden behoben.

Horrende Mieterhöhungen, Kot im Keller, unangekündigte Hausbesuche von Handwerkern - die Mieter des Wohnblockes an der Friedrich-List-Straße hatten in der Vergangenheit oft Grund, sich über die LEG zu beschweren. Nun gab es erneut Knatsch im Haus: Von Samstag auf Sonntag fiel 24 Stunden die Heizung komplett aus - bei nächtlichen Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Es ist bereits das zweite Mal innerhalb von einem halben Jahr, dass die Bewohner nicht heizen können. Bereits Anfang November gab es einen zweitägigen Ausfall. "Wir haben das am Samstag im Zwei-Stunden-Takt gemeldet, allerdings ohne nennenswerten Erfolg", sagt Burckhardt Mäsch, der seit 1981 in dem Gebäude lebt. Inzwischen sei der Fehler zwar behoben, aber sei im Grunde nur ein Symptom. Die Ursache liege woanders.

"Der Auslöser war, dass Handwerker Kartons mit Dämmplatten gestapelt und dabei im Keller den Notschalter aktiviert hatten", erklärt Mäsch. Schon beim ersten Ausfall der Heizung habe es einen externen Grund gegeben: "Damals wurde der Sensor am Haus zugespachtelt, der die Außentemperatur misst. Wir hatten jetzt so viele verschiedene Handwerker im Haus - und keiner davon hat vernünftige Arbeit abgeliefert." Meistens handele es sich um Osteuropäer, die kein Wort Deutsch sprächen. "Manche Dinge mussten vier Mal nachgebessert werden - zum Beispiel die Wärmedämmung auf dem Speicher." Auch seine Nachbarin ist genervt. Es störe sie, dass immer wieder Handwerker ohne jegliche Vorankündigung vor ihrer Türe stünden. Inzwischen hat Mäsch die Polizei alarmiert: "Die Handwerker klingeln bei mir Sturm und wollen die Haustür streichen. Ich erwarte, dass das Tage vorher per Aushang bekannt gemacht wird."

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Mischa Lenz, der Sprecher des in Düsseldorf ansässigen Immobilienunternehmens, kann die Kritik so nicht nachvollziehen: "Selbstverständlich bedauern wir den Heizungsausfall und die unseren Mietern dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten." Lenz betont, dass "wir im Sinne unserer Mieter sehr schnell reagiert und die für uns tätigen Monteure die beiden Ausfälle jeweils innerhalb von 24 Stunden behoben und erfolgreich die Heizung wiederinstandgesetzt haben." Die Handwerker seien Profis und arbeiteten aufgrund ihrer Qualifikationen für die LEG ungeachtet ihrer Herkunft und Muttersprache. Lenz: "Grund für den Heizungsausfall am 8. Februar war ein defekter Notschalter, den wir inzwischen ausgetauscht haben - und nicht, wie spekuliert, ein Fehler in der Handhabung von Baumaterialien."

(RP)