Leverkusen: Brücke über Ophovener Weiher für Sanierung bis Jahresende gesperrt

Leverkusen : Brücke über Ophovener Weiher für Sanierung bis Jahresende gesperrt

Die Brücke über den Ophovener Weiher wird saniert. Risse im Beton der Brücke machen die Komplettsanierung erforderlich. Für 650.000 Euro sollen Brückenkörper, Geh- und Radwege, Fahrbahn, Beleuchtung und Geländer erneuert werden. Dafür muss die Brücke Wilmersdorfer Straße allerdings auch für etwa ein halbes Jahr komplett gesperrt werden: Darüber informierte am Donnerstag Hans Mosblech von den Technischen Betrieben Leverkusen (TBL).

Drei Umleitungsschilder sind bereits aufgebaut worden. Gesperrt wird von der Wilmersdorfer Straße zwischen Jücher Hof und Abzweig Steinbücheler Straße ab dem 23. Juni voraussichtlich bis zum Jahresende: "Ich lasse aber immer einen Puffer von vier Wochen", schränkt Mosblech ein.

Während der Bauzeit wird der Verkehr vom Ortsteil Mathildenhof über die Bergische Landstraße oder den Bohofsweg umgeleitet. Aus der entgegengesetzten Richtung müssen die Kraftfahrer links in die Steinbücheler Straße noch vor der Brücke abbiegen. Die Zufahrt zum Parkplatz am See bleibt aber geöffnet. Der Umweg sei nicht besonders groß, und die Brücke sei auch nicht hochfrequentiert, meint Mosblech. Mit Staus rechne er wegen der Umleitungen nicht.

Wie sanierungsbedürftig die 50 Jahre alte Brücke ist, lässt sich regelrecht spüren: Wenn Busse oder Lkw darüber fahren, dann vibriert das ganze Bauwerk. Und jede Schwingung trägt dazu bei, die bereits vorhandenen Risse zu vergrößern. Vor 13 Jahren seien zunächst noch Millimeter kleine Risse entdeckt worden. Deshalb seien bereits Spannglieder eingezogen worden. Dies habe aber nicht vollständig ausgereicht, um die weitere Bildung von Rissen zu vermeiden, erläutert Mosblech. Nun müsse vor allem der untere Teil des Brückenhohlkastens saniert werden. "Die Brücke neu zu bauen, können wir uns nicht leisten. Die Komplettsanierung wird aber eine Lebensdauer für die Brücke von 70 bis 80 Jahren mit sich bringen", sagt Mosblech voraus.

Im Zuge der Bauarbeiten soll auch der Fußgängerweg unter der Brücke erneuert und durch einen beleuchteten Tunnel ersetzt werden. Die drei Geh- und Radwege unter der Brücke werden wahrend der Bauzeit aber nicht gesperrt. Sie werden mit einem Schutzdach versehen und können als Umleitungsstrecke von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden.

Die Bauarbeiter müssen die Brücke unter erschwerten Bedingungen sanieren. Denn es muss ein quasi freischwebendes Gerüst mit Überhang über den See angebracht werden. Ein Spezialfahrzeug mit einem besonders langen Arm müssen die Gerüstteile an den Brückenseiten verankert werden.

(RP)
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