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Brief an Lauterbach: Wüst lehnt Prüfung der A1-Kombilösung ab

Autobahnausbau : A 1: Wüst lehnt Prüfung der Kombilösung ab

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst erteilt SPD-Bundestagsabgeordnetem Karl Lauterbach eine Absage. Lauterbach hatte um Prüfung der Kombi-Lösung für die A1 gebeten. Die zeitlichen Verzögerungen wegen der Stahlprobleme an der Brückenbaustelle erlaubten eine solche Prüfung. Der Minister sagt: Es bestehe kein Anlass, vom eingeschlagenen Weg abzuweichen.

Für eine Kombilösung – langer Tunnel, kleine Rheinbrücke – auf der A 1 gibt es nur noch eine Chance: „Wenn die Leverkusener dafür, sobald sie es wieder in größerem Rahmen dürfen, massiv auf die Straße gehen“, sagt SPD-Bundestagsabgeordneter Karl Lauterbach. Denn die Landesregierung wird die Alternative zur Küppersteger  Megastelze und großer Rheinbrücke nicht  prüfen. Das schrieb NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst nun an Lauterbach, der um eine solche Prüfung gebeten hatte. „Durch die Zeitverzögerungen wegen der fehlerhaften Stahlteile und der damit verbundenen Neuplanung   wäre die Gelegenheit zu einer solchen Prüfung da“, sagt Lauterbach. Wüst schreibt zurück: „Das kann kein Anlass sein, vom eingeschlagenen Weg abzuweichen.“

Von der Kombi-Lösung sei im Wüst-Brief keine Rede. Vielmehr heiße es, dass beim vorgesehenen Plan die Grenzwerte der Emmissionsschutzrichtlinie eingehalten würden. Lauterbach kritisiert, dass Wüst über allgemeine Grenzwerte spreche. „Für gefährlichen Feinstaub gibt es keine konkreten Grenzwerte.“

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Der Politiker fürchtet „die billigste Lösung“: „riesige Brücke, riesige A 3 und ein kleines A 1-Tunnelstück, wenn überhaupt. So wie die NRW-Regierung sich derzeit geriert,  kommt eher die Stelze.“  Und: Zwar schreibe Wüst, dass er die Inbetriebnahme des ersten Brückenteils für September 2023 erwarte, „aber bisher hat das Land keinen Termin eingehalten“. Aufgeben will Lauterbach nicht. Er will mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer das Gespräch suchen, obwohl dieser ohne Landesprüfung nicht viel tun könne. Und er will mit der Deutschen Umwelthilfe weitere Feinstaubmessungen vornehmen.

(LH)