Brand in Leverkusen: Ruine vom „Alt Schlebusch“ fängt Feuer - Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Brand in Leverkusen : Ruine vom „Alt Schlebusch“ fängt Feuer

In Leverkusen-Schlebusch hat die Ruine eines alten Lokals in der Nacht zu Ostermontag gebrannt. 2003 hatte ein Feuer bereits das „Alt Schlebusch“ mitten in der Fußgängerzone zerstört, seitdem steht es leer - zum Ärger vieler Bürger.

Um 00.29 Uhr wurde die Feuerwehr Leverkusen zu einem Brand in der leerstehenden Gaststätte „Alt Schlebusch“ in der Bergischen Landstraße gerufen. Als die Feuerwehrleute vor Ort eintrafen, standen das ganze Erdgeschoss und Teile des Obergeschosses in Flammen.

Die Feuerwehr begann laut Einsatzleiter sofort damit, das Gebäude von der Vorder- und Rückseite zu löschen. Dabei kamen auch Drehleitern zum Einsatz. Die Nachbarn aus den angrenzenden Häusern mussten für die Dauer der Löscharbeiten ihre Häuser verlassen. Inzwischen konnten sie aber in ihre Wohnungen zurückkehren.

Auch am Montagvormittag sind die Löscharbeiten noch im Gange, da ein Feuer in einer Zwischendecke des Hauses noch nicht gelöscht ist. „Das Haus ist zwar nicht direkt einsturzgefährdet, ist aber auch nicht komplett standsicher. Daher können wir nur von außen löschen“, so der Einsatzleiter auf Nachfrage unserer Redaktion. Verletzt wurde durch das Feuer niemand. Die Brandursache muss nun von einem Sachverständigen ermittelt werden.

2003 ist in der Gaststätte ein Feuer ausgebrochen, das große Teile der Einrichtung zerstörte. Als Ursache konnte damals Brandstiftung nachgewiesen werden. Seitdem steht das Gebäude mitten in der Schlebuscher Fußgängerzone leer. Unter den Bürgern in Schlebusch formiert sich seit mehreren Jahren Unmut über den Leerstand. Sie werfen dem Eigentümer, einem Landwirt aus Bergisch Gladbach vor, dass er sich nicht um die Ruine kümmert, die als Schandfleck in der hübschen Fußgängerzone wahrgenommen wird. Sie fordern den Abriss. Ihrem Ärger haben Sie beispielsweise auf Bettlaken mit Protesten Luft gemacht. Sie fürchten um den Wert der angrenzenden Wohnungen, den Ruf der Geschäfte und der Gastronomie. Der Stadt, an die sich die Aktiven mehrfach gewandt haben, sind von Gesetzes wegen die Hände gebunden. Man sei aber jetzt mit dem Eigentümer in „sehr konstruktiven Gesprächen“, hatte es im vergangenen Oktober geheißen.

(siev)