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Leverkusen: Brand in Alkenrath: Polizei sucht Jugendliche

Leverkusen : Brand in Alkenrath: Polizei sucht Jugendliche

Die Polizei sucht nach mehreren Jugendlichen, die am Freitagabend die Feuerwehr zu einem Brand in Alkenrath gerufen haben. Gegen 22.25 Uhr war der Anruf eingegangen – "als die alarmierten Feuerwehrkräfte eintrafen, sahen die Beamten noch fünf bis sechs Teenager in verschiedene Richtungen davonlaufen", teilte ein Sprecher der Polizei gestern mit.

Die Polizei sucht nach mehreren Jugendlichen, die am Freitagabend die Feuerwehr zu einem Brand in Alkenrath gerufen haben. Gegen 22.25 Uhr war der Anruf eingegangen — "als die alarmierten Feuerwehrkräfte eintrafen, sahen die Beamten noch fünf bis sechs Teenager in verschiedene Richtungen davonlaufen", teilte ein Sprecher der Polizei gestern mit.

Durch den Brand wurden zwei Türen und Räume im Eingangsbereich der Erich-Klausener-Schule beschädigt — "wir werden aber alles daran setzen, dass der Unterricht nach den Sommerferien normal weitergeht", teilte eine Sprecherin der Stadt Leverkusen auf RP-Anfrage mit. Die Türen hatten komplett in Flammen gestanden, durch die Löscharbeiten wurden die Räume unter Wasser gesetzt.

Putzkolonne fürs Bürgerhaus

Auch das benachbarte Bürgerhaus wurde in Mitleidenschaft gezogen, Ruß und Rauch waren "quer durch bis auf die Herrentoilette gezogen", berichtete Dieter März (SPD). Damit die für Samstagnachmittag geplante Silberhochzeitsfeier stattfinden konnte, musste am Morgen erstmal eine Putzkolonne angefordert werden. Der Hausmeister der Schule war just aus seinem Italien-Urlaub zurückgekehrt, als er von dem Brand erfuhr. Wem am Freitagabend mehrere Jugendliche auf dem Schulgelände aufgefallen sind, der soll sich bitte an die Polizei wenden: Tel. 0221 229-0 oder per E-Mail an info@polizei-koeln.de.

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Mit tödlichem Gas geflutet

Die Feuerwehr hatte am Freitagabend keine Atempause: Mit 13 Einsatzfahrzeugen und 47 Wehrleuten waren sie bereits um 20.30 Uhr bei der Ten Cate Enbi GmbH (Stauffenbergstraße) im Einsatz. Dort hatte die CO2-Brandlöschanlage angeschlagen, "16 Tonnen Gas wurden ruckzuck in das komplette Gebäude geflutet", erklärte Feuerwehrchef Hermann Greven gestern auf RP-Anfrage. Die Mitarbeiter mussten das Gebäude fluchtartig verlassen, da CO2 in Windeseile atembare Luft verdrängt. Die Beamten setzten dabei ein Gasmessgerät in Handyformat ein, ausgerüstet mit einem sehr empfindlichen Sensor. Ein Feuer wurde nicht entdeckt — warum die Anlage auslöste, stand bis gestern nicht fest, die Feuerwehr vermutet einen Blitzeinschlag. Die Firma war nicht zu erreichen. Bei dem Einsatz wurde außerdem ein Feuerwehrmann leicht verletzt, weil ein offenbar angetrunkener Mann "sich nicht davon abhalten lassen wollte, in den CO2-See zu laufen", berichtete Greven.

Der 39-Jährige, der am Sonntag in Küppersteg durch einen Blitzeinschlag in einen naheliegenden Baum verletzt wurde, ist mittlerweile außer Lebensgefahr. Seine Familie erlitt einen Schock.

(RP)