Bombensuche bei Köln-Merkenich: So umgehen Sie die Sperrung auf der A1

Bombensuche bei Köln-Merkenich: So umgehen Sie die Sperrung auf der A1

Rund um Leverkusen droht das nächste Stauchaos: Ab Freitag wird die A1 Richtung Koblenz für mehrere Tage gesperrt. Straßen NRW rät Pendlern dazu, besser aufs Auto zu verzichten.

Am Freitagabend geht es los. Ab 22 Uhr wird die A1 schrittweise ab dem Autobahnkreuz Leverkusen in Richtung Koblenz gesperrt. Ab Samstagmorgen um 4 Uhr ist die Autobahn dann vom Kreuz Leverkusen-West bis zur Anschlussstelle Köln-Niehl gesperrt. Mindestens bis Donnerstagmorgen (12. Oktober) wird sie nicht befahrbar sein.

Autofahrer brauchen dann gute Nerven: Es drohen lange Staus. Straßen NRW empfiehlt, den Großraum Leverkusen/Köln weiträumig zu umfahren und, wenn möglich, sogar ganz auf das Auto zu verzichten. Wer das nicht kann, sollte nicht zu den Stoßzeiten fahren, sondern bestenfalls am Morgen vor 6 Uhr und nach 10 Uhr, am Abend ab 19 Uhr.

Als Alternativen nennt Straßen NRW Bus und Bahn. Dabei sollten Pendler beachten, dass auch Bahnen "zu den morgendlichen und abendlichen Stoßzeiten schon an normalen Tagen ausgelastet sind". Rad- und Fußwege über die Rheinbrücke können auch während der Sperrung weiterhin genutzt werden.

In Grün sind auf der Karte von Straßen NRW die Umleitungen markiert, in Rot das gesperrte Teilstück. Foto: Strassen NRW

So soll es mit dem Verkehr klappen:

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Der Grund für die Sperrung: In Köln-Merkenich wird ein Abwasserkanal gebaut, der unter der A1 hindurch verläuft. Dabei wurde ein verdächtiger Gegenstand entdeckt, bei dem es sich um eine Weltkriegsbombe handeln könnte. Mit großen Spezialgeräten gräbt Straßen NRW daher am Wochenende nun ein 4,5 mal 4,5 Meter großes Loch bis in sieben Meter Tiefe. Eine Sprecherin erklärt: "Den letzten Meter macht am frühen Montagmorgen eine Spezialfirma zusammen mit dem Kampfmittelräumdienst."

Sollte der verdächtige Gegenstand keine Bombe sondern beispielsweise nur ein Stahlrohr sein, wird das Loch wieder zugeschüttet und die Fahrbahn asphaltiert. Dann könnte der Verkehr ab Donnerstagmorgen, 12. Oktober, wieder normal fließen.

Bestätigt sich allerdings der Verdacht, dass es sich um eine Weltkriegsbombe handelt, muss auch die Gegenfahrbahn gesperrt werden und der Kampfmittelräumdienst die Bombe, die acht Meter unterhalb der Fahrbahn liegt, entschärfen. Dann würden die Arbeiten und somit auch die Sperrung länger dauern. Ziel ist es nach Angaben von Straßen NRW, spätestens am Montag, 16. Oktober, zum Berufsverkehr den Verkehr wieder komplett auf allen Fahrstreifen laufen zu lassen.

(tak)
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