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Leverkusen/Leichlingen: Blitzmarathon mit Bürgerbeteiligung

Leverkusen/Leichlingen : Blitzmarathon mit Bürgerbeteiligung

Am sechsten landesweiten Blitzmarathon werden vom 8. April, 6 Uhr, bis 9. April, 6 Uhr, auch die Polizeikräfte aus Leverkusen, Köln und Leichlingen mit großem Aufgebot teilnehmen. Nach Informationen unserer Zeitung möchte NRW-Verkehrsminister Ralf Jäger den Auftakt zum Blitzmarathon 2014 in Köln geben.

Um die Bürger als Fußgänger, Beobachter und vor allem auch als Kraftfahrer aktiv mit einzubinden und anzusprechen, geht die Polizei landesweit diesmal neue Wege: Im Rheinisch-Bergischen Kreis und im Polizeibezirk Köln, zu dem Leverkusen gehört, sollen, wie in allen anderen Regionen, Bürgerbefragungen stattfinden: Das bestätigt Polizeisprecher Peter Raubuch aus der Bergisch Gladbacher Hauptwache.

Eine vergleichbare Bürgerbeteiligung hatte es bereits beim zweiten Blitzmarathon gegeben. Die Bürger hatten die Möglichkeit, sogenannte Wutpunkte zu benennen. Daraus hatten sich auch teilweise so etwas wie Patenschaften entwickelt, beispielsweise von betroffenen Eltern an Schul-oder Kindergartenwegen.

Im Bezirk Köln-Leverkusen hatten Bürger insgesamt 1500 Wutpunkte benannt, die allerdings ebenso wie die Mess-Stellen in Leichlingen nicht alle unbedingt auch aus polizeilicher Sicht tatsächliche "Raserstrecken" oder "Raserstellen" darstellten. Deshalb werden die Polizeibehörden Köln/Leverkusen und Rhein-Berg rechtzeitig vor dem sechsten Blitzmarathon diejenigen Mess-Stellen ins Internet stellen, die auch aus polizeilicher Sicht kontrolliert werden müssen.

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Die Leser unsere Zeitung werden dann vor dem Marathon die Gelegenheit bekommen, aus zehn Mess-Stellen für Leichlingen und aus mehreren Hundert Gefahrenpunkten in Leverkusen ihre eigene Auswahl online oder per E-Mail zu treffen. Die genauen Einzelheiten zum Mitmachen werden wir noch veröffentlichen.

Nach dem Motto "doppelt hält besser", steht es dann natürlich auch jedem Bürger frei, außerdem am Ranking auf den Internetseiten der Polizei teilzunehmen. Die Polizei Rhein-Berg wird allerdings nur über die lokalen Medien zum Voting für den Blitzmarathon aufrufen. Nach Informationen unserer Zeitung wird es aber auch wieder Ausnahmeregelungen geben für besondere Gefahrenstellen, die möglicherweise noch nicht in den Verzeichnissen der Polizei stehen. So sollen Bürger, die beispielsweise bestimmte Autobahnabschnitte in ihrem täglichen Pendeln von und zum Beruf auf Raser hin beobachten, die Möglichkeit erhalten, diese zu melden. Auch wenn sich kürzlich an einer Stelle durch Rasen ein besonders dramatischer Unfall ereignet hat, dann wird dies die Polizei interessieren. Der Hintergrund für die seit sechs Jahren alljährlich stattfindenden Blitzmarathons ist die Tatsache, dass trotz aller Geschwindigkeitskontrollen und Aufklärungsbemühungen der Polizei das Rasen bzw. die unangepasste Fahrweise immer noch die Unfallursache Nummer eins ist.

Bei den vorherigen Blitzmarathons zeigten sich die Kraftfahrer allerdings von Mal zu Mal mehr und besser gewarnt. Die Polizei sieht trotzdem das selbst gesteckte Ziel dieser Aktion als absolut erreicht an. Sie wollten und wollen auch weiterhin das Bewusstsein schärfen und die Kraftfahrer sensibilisieren, sicherer und angepasster zu fahren. Das Voting für die Bürger zu den Mess-Stellen wird von Montag, 31. März, 12 Uhr bis Donnerstag, 3. April, 12 Uhr, stattfinden: Dies meldet Peter Raubuch. Auch andere Behörden wollen analog verfahren. Die Polizei möchte dann das Voting der Medien und das auf ihren eigenen Internetseiten miteinander ergänzen und auswerten.

(RP)