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Leverkusen: Blitz-Bilanz: 4858 Kontrollen, 156 zu schnell

Leverkusen : Blitz-Bilanz: 4858 Kontrollen, 156 zu schnell

Die Polizei hat am Donnerstag um 6 Uhr den dritten landesweiten "24-Stunden-Blitz-Marathon" beendet. In Leverkusen wurden insgesamt 4858 Fahrzeuge kontrolliert - 156 von ihnen waren zu schnell. Der "Tagesschnellste" wurde auf dem Europaring erwischt.

Gemeinsam mit den Ordnungsbehörden Köln und Leverkusen wurden an insgesamt 151 Kontrollpunkten Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Von 124.797 kontrollierten Fahrzeugen waren 2440 mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs. Die Geschwindigkeitsverstöße lagen im Durchschnitt bei 1,96 Prozent. "Das zeigt, dass sich der größte Teil der Verkehrsteilnehmer an die zulässige Geschwindigkeit gehalten hat", bilanzierte der Einsatzleiter Georg Dissen. "Das Geschwindigkeitsniveau war deutlich geringer, als an anderen Tagen."

Unter dem Motto "Raser machen nicht vor Grenzen halt" hatten am Mittwoch die Geschwindigkeitskontrollen im Zuständigkeitsbereich der Polizei Köln begonnen. "Auch die Kölner Beamtinnen und Beamten sind grenzüberschreitend - eng vernetzt mit ihren niederländischen Kolleginnen und Kollegen - gegen Verkehrssünder und Raser im Einsatz ", sagte Polizeipräsident Wolfgang Albers.

Eine Anwohnerin in Köln-Müngersdorf freute sich über die Geschwindigkeitskontrollen vor ihrer Haustür und bot den eingesetzten Beamten Heißgetränke an.

Einsatzbilanz im Stadtgebiet Leverkusen:

An 17 Kontrollorten innerhalb des Stadtgebietes Leverkusen wurden insgesamt 4858 Fahrzeuge kontrolliert - 156 von ihnen waren zu schnell. In 20 Fällen schrieben die Beamten eine Anzeige, fünf Autofahrern droht ein Fahrverbot. 136 Geschwindigkeitsverstöße lagen im Verwarngeldbereich.

Viel zu schnell unterwegs war ein Autofahrer auf dem Europaring. Der 22-Jährige war mit 116 km/h bei erlaubten 60 km/h geblitzt worden. Auch er wird voraussichtlich einige Zeit auf seinen Führerschein verzichten müssen. Die Stadt Leverkusen hat sich mit neun Messstellen an dem Blitzmarathon beteiligt.

Einsatzbilanz im Stadtgebiet Köln:

Im Stadtgebiet Köln wurden an 115 Kontrollorten insgesamt 59300 Fahrzeuge kontrolliert. 1419 Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer waren mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs.

"Ich begrüße die Initiative von Innenminister Jäger, denn die Reduzierung des Geschwindigkeitsniveaus kann Leben retten. Aus dem Grund beteiligte sich die Stadt Köln auch an diesem dritten Blitzmarathon", so Stadtdirektor Guido Kahlen. Die Stadt war an 16 Messstellen im Einsatz.

Einsatzbilanz Bundesautobahn:

Auf etwa 600 Kilometern Autobahn im Zuständigkeitsbereich der Polizei Köln wurden insgesamt 60.639 Fahrzeuge kontrolliert. 865 Geschwindigkeitsverstöße stellten die Beamten fest, 463 davon liegen im Verwarngeldbereich. Gegen 402 Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer wurden Anzeigen geschrieben, 35 von ihnen müssen mit einem Fahrverbot rechnen.

Eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs durch grob verkehrswidriges und rücksichtsloses Fahren erwartet einen 50-jährigen Kradfahrer. Der Mann war gegen 15 Uhr auf der Bundesautobahn 559 vom Autobahnkreuz Gremberg in Richtung Deutz unterwegs. Durch einen ProViDa-Funkstreifenwagen wurde die Geschwindigkeit des Krades gemessen. Bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h fuhr der 50-Jährige 128 km/h. Abzüglich der Toleranzwerte ist ihm eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 61 km/h vorzuwerfen. Als der Kradfahrer angehalten und überprüft werden sollte, überholte er mehrfach vorausfahrende Fahrzeuge von links sowie verbotswidrig von rechts. Als es den Beamten schließlich gelang, den Mann im Bereich eines dortigen Tunnels anzuhalten, äußerte der Motorradfahrer "im Stress" zu sein. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Blitzmarathon: Kontrolle an der Dhünnstraße

(ots)