1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Bis 2030 wird Bayer im Management weiblicher

Mehr Gleichberechtigung : Bis 2030 wird Bayer im Management weiblicher

In weniger als einem Jahrzehnt soll es eine Geschlechterparität auf allen Managementebenen geben. Das Leverkusener Unternehmen setzt zudem auf eine inklusivere und vielfältigere Belegschaft.

Donnerstag präsentiert Bayer seine Bilanzzahlen und vorab ein weiteres Ziel: In vier Jahren soll im Leverkusener Konzern das Geschlechterverhältnis „im Durchschnitt aller kombinierten Führungsebenen samt des unteren und mittleren Managements“ 50/50 betragen. Aktuell gibt es 40 Prozent Frauen und 60 Prozent Männer. 2030 soll es eine Geschlechterparität auf allen Managementebenen geben.

Heißt: Auch an der Spitze wird es dann weiblicher. Derzeit sind im Management rund 40 Prozent Frauen und 60 Prozent Männer beschäftigt. Auf der Top-Manager-Etage dominieren die Männer deutlicher: Seit 1. Februar gibt es wieder – die zweite in der Konzerngeschichte nach Erica Mann – eine Frau im sechsköpfigen Vorstand: Sarena Lin ist die neuen Arbeitsdirektorin und Chief Transformation and Talent Officer. Als solche will sie die Inklusion generell vorantreiben und bekommt dabei Unterstützung von Bayer-Chef Werner Baumann: „Unser Talentmanagement-Ansatz zur Gewinnung, Entwicklung, Förderung und Bindung von Talenten wird zu einer noch inklusiveren und vielfältigeren Belegschaft führen, die uns insgesamt zu einem besseren Unternehmen und einem attraktiveren Arbeitgeber machen wird“, sagt er. Lin ergänzt: Bayer setze „ganz auf die Kraft von Inklusion, Gleichberechtigung und Vielfalt“. 

Der Konzern hat noch mehr auf der Agenda: So sollen die Top-Führungsgremien nach und nach mit Menschen besetzt werden, „deren nationaler und kultureller Hintergrund die größten Märkte von Bayer widerspiegelt“. Alle Generationen sollen ebenso angemessen vertreten sein wie die Interessen von homosexuellen, bisexuellen und transgender Beschäftigten „auf höchster Führungsebene vertreten“ werden.

Innerhalb des Transformationsprozesses – bis 2030 will der Konzern klimaneutral sein – soll der Anteil von Menschen mit Behinderung in der Belegschaft in den kommenden neun Jahren auf mehr als fünf Prozent wachsen, in Deutschland liege er aktuell bei 4,5 Prozent. Weltweit arbeiten bei Bayer – Stand Ende 2019 – 104.000 Menschen, in Deutschland 25.000, am Standort Leverkusen 7600.