Leverkusen: Biofrontera: erfolgreich gegen Hautkrankheit

Leverkusen : Biofrontera: erfolgreich gegen Hautkrankheit

Erfolg für die Leverkusener Firma Biofrontera: Das kleine in Manfort ansässige Pharma-Unternehmen hat jetzt eine wissenschaftliche Veröffentlichung über die Resultate einer Phase III-Studie zur Feldtherapie von aktinischen Keratosen (Hautkrebs) mit seinem Arzneimittel Ameluz und einer entsprechenden Behandlungslampe vorbereitet.

Bei der Feldtherapie wurde bei Patienten mit größeren, mit milden oder moderaten aktinischen Keratosen bedeckten Feldern am Gesicht oder auf der Kopfhaut das gesamte Areal mit einer kompletten Tube Ameluz in Kombination mit eine speziellen Lampe behandelt, beschreibt Biofrontera den Test. Vorläufige Ergebnisse der Studie - ein wichtiger Teil des klinischen Programms für die Zulassung der Arznei in den USA - wurden im Oktober veröffentlicht und lasen sich gut: 90,9 Prozent der Patienten seien vollständig von allen aktinischen Keratosen befreit worden.

"Der Anteil der Patienten ohne raue, trockene und schuppige Haut nahm durch die Behandlung mit Ameluz von 14,8 auf 63 Prozent zu... Vor der Behandlung hatten 22,2 Prozent der Patienten leichte Narbenbildungen, was durch die Behandlung auf 14,8 Prozent der Patienten zurückging", veröffentlichte Biofrontera.

Derzeit wird bei Biofrontera die Zulassung ihres Vorzeigemedikaments in den Vereinigten Staaten vorbereitet, dazu gründetete das Leverkusener Unternehmen in den Vereinigten Staaten bereits eine Tochterfirma (wir berichteten), die bei Biofrontera vorbereitet wird. Der Zulassungsantrag in den USA soll bis zum Ende des zweiten Quartals gestellt werden. "Die Zulassung wird 12 Monate später erwartet", meldet Biofrontera.

Biofrontera-Chef Professor Hermann Lübbert, kommentierte die Ergebnisse der Studie: Diese Feldtherapie "sollte zum Behandlungsstandard für Patienten mit multiplen aktinischen Keratosen werden. Hierfür sprechen die hohen Heilungsraten, der in dieser Studie dokumentierten potente Hautverjüngungseffekt sowie das Potential, die Neubildung von Tumorgewebe zu verhindern. Diese letzte Wirkung soll bei der jetzt laufenden Nachbeobachtung der Patienten weiter dokumentiert werden." Sie könne ein Hinweis auf die prophylaktische Wirkung der Therapie sein.

(RP)
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