Leverkusen: Bewerber in Leverkusen haben derzeit gute Chancen

Leverkusen: Bewerber in Leverkusen haben derzeit gute Chancen

Für angehende Schulabgänger in der Stadt stehen die Chancen derzeit sehr gut, einen passenden Ausbildungsplatz zu bekommen. Darin sind sich die Vertreter der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach, der IHK Köln und der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land einig.

Bei der gestrigen Vorstellung des Halbjahresberichts zum Ausbildungsmarkt waren die Zahlen indes noch nicht abschließend zu bewerten: "Denn der frühe Termin der Osterferien in diesem Jahr hat den entsprechenden Stichtag etwas verwässert", sagte Christopher Meier von der IHK. Marcus Otto, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, wollte gar ganz auf Zahlen verzichten: "Sie springen gerade rauf und runter, so dass verlässliche Angaben nicht gemacht werden können." Die Hochzeit für Gewerke, die vor allem draußen arbeiten, beginne erst jetzt, zudem bremse kaltes und schlechtes Wetter die Situation auf dem Lehrstellenmarkt.

Nicole Jordy (Agentur für Arbeit) freute sich darüber, dass sowohl Arbeitgeber als auch Bewerber die Dienstleistungen der Agentur vermehrt in Anspruch nähmen: "Unser Ziel ist es, möglichst allen ein gutes und zur Person sowie zum Betrieb passendes Angebot zu machen."

In Leverkusen gebe es derzeit 753 offene Ausbildungsstellen: "Das sind 86 Stellen - 10,3 Prozent - mehr als im Vorjahr. Unbesetzt sind derzeit noch 529 Stellen", sagte Jordy. Auch die Zahl der Bewerber sei gestiegen: "Wir haben 795 Ausbildungssuchende gemeldet. Allerdings gibt es dabei auch 519 Unversorgte, etwa 14 Prozent mehr als im Vorjahr." Gründe hierfür seien, dass die Anforderungen teilweise nicht übereinander passten, die Entfernungen zwischen Ausbildungs- und Wohnort zu groß seien oder die Vorstellungen der Bewerber zum jeweiligen Beruf nicht stimmig seien.

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Meier betonte, die Situation für Bewerber im IHK-relevanten Ausbildungsbereich sei derzeit blendend: "Im Bereich der IHK Köln gibt es bei 19.000 Unternehmen rund 4000 freie Ausbildungsplätze." Und: "Es ist aber schon so, dass wir den Schulabgängern auf den Weg mitgeben, dass nicht nur ein Studium die ideale Lösung ist", sagte er. Der Weg in den Beruf über die Ausbildung sei ein goldener: "Es gibt viele freie Stellen, viele Karrierechancen und daher viele Möglichkeiten für eine gute berufliche Karriere." Meier erwähnte das Azubi-Speed-Dating am 11. Juni im RheinEnergie-Stadion in Köln: "Viele Unternehmen legen keinen Wert auf die Zeugnisnoten, sie wollen die jungen Menschen persönlich kennenlernen - und dafür ist die Veranstaltung ideal."

Otto setzte auf die Selbstvermarktung des Handwerks. Als Methode habe man die erste WhatsApp-Sprechstunde ins Leben gerufen: "Am 11., 18. und 25. April stehen die Ausbildungsexperten den Jugendlichen per WhatsApp bereit", warb Marcus Otto.

(RP)