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Betrüger erbeuten Schmuck von Schlebuscher Ehepaar

Polizei warnt vor krimineller Masche : Betrüger erbeuten Schmuck von Schlebuscher Ehepaar

Mit einem perfiden Trick haben Betrüger jetzt ein Schlebuscher Ehepaar um ihren wertvollen Schmuck gebracht. Das Paar sollte eine Kaution von 80.000 Euro für die Tochter hinterlegen, hieß es am Telefon. Auch Schmuck oder Gold würden akzeptiert.

Ihre Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Das Unfallopfer sei eine Mutter von zwei Kindern. Um eine Inhaftierung der Tochter zu vermeiden, „müssen Sie eine Kaution in Höhe von 80.000 Euro hinterlegen. Goldbarren und Schmuck werden auch akzeptiert.“ Als die Dame am andere Ende der Leitung, die sich mit Schneider meldete, einem Schlebuscher Ehepaar am Freitagmittag diese Nachricht telefonisch durchgab, waren die Senioren (84, 87) geschockt.

Überrascht von dem tragischen Unfall ihrer Tochter sammelten sie laut Polizei ihren wertvollen Schmuck zusammen, „verstauten ihn in einer hellblauen Sporttasche von Bayer und fuhren in ihrem VW in die Kitschburger Straße 1 nach Köln-Lindenthal zum vereinbarten Übergabeort“, heißt es von der Behörde weiter. Kontakt zur Tochter suchten die Schlebuscher zu dem Zeitpunkt nicht.

Vor Ort in Köln nahm gegen 14 Uhr ein etwa 1,65 Meter großer Mann Anfang 20 mit dunkelbraunen kurzen Haaren und braunen Augen den Schmuck entgegen. Er ging mit der hellblauen Tasche in Richtung Dürener Straße davon, „um den Schmuck von einem Gutachter prüfen zu lassen“, wie es hieß. Das Ehepaar sollte zum Arbeitsgericht am Reichenspergerplatz kommen, um seine Tochter abzuholen. Nur: Da wartete niemand.

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Als sie etwa sieben Stunden später bei ihrer Tochter anriefen, flog der Betrug auf.

Die Polizei hat nun die Ermittlungen in dem perfiden Betrugsfall aufgenommen. Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat 25 unter der Rufnummer 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen.

(LH)