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Thema Bauen Und Wohnen: Betongold bleibt hoch im Kurs

Thema Bauen Und Wohnen : Betongold bleibt hoch im Kurs

Bauland in Leverkusen wird knapper, die Preise steigen um fünf Prozent, entscheidend bleibt weiter die Lage.

Leverkusen Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Leverkusen hat die Bilanz für 2016 vorgelegt. Demnach sind neue Häuser und Wohnungen deutlich teurer geworden. Dazu sagte Jürgen Späker, Vorsitzender des Gutachterausschusses: "Wir kommen in eine Phase deutlich steigender Preise." Immer mehr Menschen investieren in "Betongold". Somit folgt Leverkusen "einem Trend, der im regionalen Umfeld zu erkennen ist."

Wie haben sich Preise und Umsätze für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Baugrundstücke in Leverkusen im Jahr 2016 insgesamt entwickelt? Aus dem aktuellen Bericht des Gutachterausschusses geht hervor, dass Preise für Bauland in Leverkusen nicht nur um rund fünf Prozent gestiegen sind, sondern Bauland auch knapper geworden ist, berichtete Kaufpreisexperte Michael Pier. Bodenrichtwerte, also Preise je Quadratmeter Grundstücksfläche, blieben dagegen unverändert. Im Bereich der Wiesdorfer Fußgängerzone liegen die Preise zwischen 500 und 1300 Euro pro Quadratmeter, in Opladen bei 800 und Schlebusch bei 600 Euro. Ein Grundstück in Hitdorf mit Blick auf den Rhein ist somit deutlich teurer, als die dahinter liegenden Areale. Insgesamt 1314 Grundstücke, Häuser oder Eigentumswohnungen wurden im Jahr 2016 (plus 103 gegenüber dem Vorjahr) veräußert. Mit 54 Prozent entfiel der größte Anteil auf Wohnungs- und Teileigentum. Das Umsatzvolumen betrug rund 636 Millionen Euro und stieg gegenüber dem Vorjahr (303 Millionen) um mehr als das Doppelte.

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  • Radevormwald : Bauland elf Prozent teurer geworden
  • Xanten : Quadratmeter kostet laut Studie im Schnitt 220 Euro

Mit 358 verkauften Einfamilienhäusern sind die Käufe im Vergleich um rund sieben Prozent gestiegen. Neue Häuser verteuerten sich jeweils um neun Prozent. Bei gebrauchten Einfamilienhäusern verlief der Preisanstieg mit drei Prozent etwas moderater. Neue Doppelhaushälften wechselten für bis zu 515.000 Euro den Besitzer. Ein Reihenhaus kostete zwischen 339.000 und 466.000 Euro. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für eine neue Eigentumswohnung lag bei 3430 Euro und somit rund elf Prozent über dem Vorjahresniveau. Zuvor genutzte Eigentumswohnungen der Baujahre 1960 bis 1975 kosteten im Durchschnitt 505 Euro je Quadratmeter. Neue Wohnungen in guten Wohnlagen gab es nicht unter 2570 Euro. Mit acht Prozent lagen die Preise insgesamt über dem Niveau des Vorjahres. Späker verdeutlichte: "Je besser die Wohnlage und je jünger die Wohnung ist, desto höher sind die Quadratmeter-Preise." Sämtliche Angaben basieren auf Auswertung der 2016 getätigten Kaufverträge von bebauten und unbebauten Grundstücken in Leverkusen.

(gkf)