Beleuchtungs-Tipps vom Leverkusener Natur Gut Ophoven

Natur Gut Ophoven : Wie Unternehmen mit LED sparen

Natur Gut Ophoven plädiert für eine klimafreundliche Beleuchtung. Nur 30 Prozent der Betriebe haben auf LED umgerüstet, obwohl das günstiger wäre.

Die Energieeinsparverordnung gibt es mit all ihren Vorgängern schon seit deutlich mehr als zehn Jahren. Mindestens genauso lange sollen mit ihrer Hilfe die Ziele der deutschen Energie- und Klimaschutzpolitik erreicht werden. Eine Möglichkeit, wie jeder mit einfachen Mitteln dazu beitragen kann, ist unter anderem die Nutzung von LED-Leuchten statt Leuchtstoffröhren und Halogenstrahlern. Die Realität aber sieht anders aus: „Weniger als 30 Prozent der hiesigen Unternehmen haben bislang auf LED umgestellt, nur acht Prozent der Straßenlaternen sind umgerüstet“, sagt Jochen Schäfer, Energieexperte der Leverkusener Firma licht.lev.

Vor diesem Hintergrund plädiert das Natur Gut Ophoven für mehr klimafreundliche Beleuchtung in Geschäften und Unternehmen. Die Aktion ist Teil der Leverkusener Kampagne „Klimaschutz – jeder jeden Tag“. „Die Unternehmen sollten Strategien zur Umrüstung ihrer Leuchten entwickeln. Wir haben mittlerweile 2019 und müssen unbedingt im Sinne des Klimaschutzes ganz schnell reagieren. Die Zeit des Wartens ist vorbei“, sagt Hans-Martin Kochanek, Leiter des Naturguts.

Das Argument, das speziell unter betriebswirtschaftlichen Aspekten für Unternehmen interessant sein dürfte: LED sparen langfristig richtig Geld. Sie sind zwar in der Anschaffung teurer als die klassische oder Halogen-Glühlampe. Die Stromkosten sind dafür um ein Vielfaches niedriger. „Insgesamt sinken die Kosten für die Beleuchtung um fast zwei Drittel“, betont Bernhard Pilch von der Verbraucherzentrale Leverkusen. In deren Büroräumen wurden 300 Leuchtstoffröhren durch LED ersetzt. Jährliche Einsparung: 600 Euro. „Der prozentuale Anteil der Beleuchtungskosten an den Stromkosten in Handel, Handwerk und Dienstleistungsgewerbe ist mit knapp 30 Prozent besonders hoch“, nennt Schäfer gute Gründe zum Umrüsten. Sind die Lampen täglich acht Stunden in Betrieb, amortisiere sich die Investition in eine neue LED-Beleuchtung meist schon im zweiten Jahr. Bis zu 70 Prozent Energieersparnis seien derzeit aufgrund des geringeren Verbrauchs und der langen Lebensdauer realistisch.

Jochen Schäfer macht eine Beispielrechnung für ein 100 Quadratmeter großes Ladenlokal auf. „Wenn das Geschäft etwa 30 Leuchten hat, verbraucht es pro Jahr mit alter Beleuchtung etwa 8000 KW/h. Das kostet nach heutigen Strompreisen etwa 2000 Euro. Nach einer Umrüstung auf LED-Beleuchtung reduzieren sich die Kilowattstunden auf 3000 Einheiten im Jahr und die Stromkosten auf 800 Euro. Mit den 1.200 Euro Ersparnissen pro Jahr ist die Investition von ca. 3.000 Euro schnell amortisiert. Gleichzeitig werden pro Jahr 2,6 Tonnen Kohlendioxid Emission eingespart.“