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Flugplatzfest in Leverkusen: Beeindruckende Manöver am Himmel

Flugplatzfest in Leverkusen : Beeindruckende Manöver am Himmel

Alles, was Flügel und Propeller hatte, stand am Wochenende beim Luftsportclub Leverkusen im Mittelpunkt. Rund 2500 Gäste sahen am Samstag auf dem Flugplatz Kurtekotten die sechste Airshow unter dem Motto "Fly like an eagle".

"Wir sind sehr zufrieden", bilanzierte Vorsitzender Thomas Steffens am Schluss des ersten Tages. Alles sei gut und unfallfrei verlaufen. Lediglich einige Programmpunkte mussten geändert werden. Wegen einer erwarteten Regenfront starteten die "Royal Jordanian Falcons" früher als geplant. Sie zeigten den begeisterten Zuschauern aus Leverkusen und dem ganzen Land ihre atemberaubenden Kunststücke.

Zuvor durfte Privatpilot Helmut Hinnemann in jedes Cockpit eine Kamera einbauen, so dass der Verein nun ein eindrucksvolles Dokument zur Erinnerung besitzt. Nach der sicheren Landung der drei Maschinen sagte Ingenieur Mahmoud Abbadi zufrieden: "Wenn die Leute glücklich sind, sind wir ebenfalls glücklich."

Weniger glücklich war der Leverkusener Kunstflugpilot Mike Rottland nach seiner Landung. Er hob sofort nach den jordanischen Falken ab, um sein Programm hoch über den Köpfen der Zuschauer abzuspulen. Einmal flog er in direkter Linie so nah über die Zuschauer hinweg, dass Vertreter der Bezirksregierung, die unter den Zuschauern waren, die Flugvorführung aus Sicherheitsgründen nach weniger als drei Minuten abbrachen. Bis man ihn aufklärte, wusste Rottland gar nicht, warum er das Kommando zur Landung bekommen hatte. Ob sein Verhalten nun weitere Konsequenzen nach sich zieht, ist nicht bekannt.

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Zu den besonderen Attraktionen gehörten erneut die gefiederten Gäste der Hellenthaler Greifvogelstation. Was bei der Fliegerei noch alles möglich ist, zeigten Vater Ralf und Sohn Nico Niebergall. Während der Vater seine Sia Marchetti Motormaschine im Cockpit steuerte, lenkte der Sohn parallel dazu das gleiche Flugzeug in Modellformat.

Keineswegs klein und handlich, sondern groß und 5,5 Tonnen schwer war die Antonov AN2, liebevoll "Roter Baron" genannt, in Leverkusen zu Gast. Wer wollte, konnte das Bergische Land nicht nur an Bord von Clubflugzeugen, sondern aus den Luken des ältesten, größten noch fliegenden einmotorigen Doppeldeckers der Welt betrachten.

Gesteuert wurde die 1000 PS-Maschine, die nur 150 Meter für den Start braucht, von der Leverkusener Pilotin und Oberärztin im Herzzentrum Duisburg, Dr. Ilse Janicke. Seit sieben Jahren fliegt sie die Maschine regelmäßig. "Das Besondere ist die Landung", sagte sie. Das Flugzeug sei mit Spornrad ausgerüstet, bei zu starkem Bremsen bestehe die Gefahr eines Kopfstandes. Das ist zum Glück noch nie passiert.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fotos vom Flugplatzfest am Kurtekotten

(RP)