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Bayer-Luftschiff trifft Zeppelin

Piloten des Leverkusener Luftsportclubs : Giganten am Himmel - Bayer-Luftschiff trifft Zeppelin

Seltene Begegnung zweier Luftschiffe: Das Bayer-Heißluft-Luftschiff aus Leverkusen und der Zeppelin NT aus Friedrichshafen trafen sich im St. Augustin zum Stelldichein.

Am frühen Sonntagmorgen zwischen  vier und acht Uhr ist es am Flugplatz in Hangelar/St. Augustin zu einer ganz besonderen Begegnung von zwei Raritäten der Luftfahrt gekommen: Das sogenannte Bayer Heißluft-Luftschiff – eines von gerade einmal noch einem guten Dutzend Heißluft-Luftschiffen in Europa – war angereist, um einen Flug rund um den „großen Bruder“, den Zeppelin NT der Deutschen Zeppelin-Reederei aus Friedrichshafen am Bodensee zu drehen. An Bord eine vierköpfige Crew  des Luftsportclubs mit den beiden Piloten Markus Pott aus Leverkusen und Thomas Heinemann aus St. Augustin.  

Während der 75 Meter lange Zeppelin NT das leichte Edelgas Helium sowie verschiedene motorbetriebene Propeller benutzt, um in die Luft zu steigen, arbeitet das Bayer Heißluft-Luftschiff mit nichts als heißer Luft, berichtet  Heinemann von der außergewöhnlichen Begegnung. Innerhalb der 3000 Kubikmeter umfassenden Luftschiffhülle arbeitet ein Brenner, der die Luft in der Hülle erwärmt. Da heiße Luft leichter ist als die kühlere Umgebungsluft, steigt das 41 Meter lange Luftschiff wie ein Heißluftballon auf. In Heizpausen kühlt die Umgebungsluft die Luftschiffhülle ab, sodass es allmählich wieder zu sinken beginnt. Und ein kleiner Propellermotor an der Gondel des Heißluft-Luftschiffs sorgt für Vortrieb. Mit zwei Steuerleinen wird das bewegliche und mehr als zwölf Meter hohe Heck der Luftschiff-Hülle als Seitenruder genutzt.

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Das Bayer-Luftschiff mit dem Kennzeichen D-OBLL ist bereits auf großer Reise gewesen und dadurch weltweit bekannt geworden: Im Jahr 2013 hatte es der Bayer-Konzern aus Leverkusen anlässlich seines 150-jährigen Bestehens rund um den Globus geschickt. Gefahren ist das Heißluft-Luftschiff unter anderem in New York, Sidney, Barcelona, Johannesburg, am Mount Fuji in Japan und in London. Stationiert ist das Bayer Heißluft-Luftschiff beim Luftsportclub Bayer Leverkusen e.V., einem der größten Luftsportvereine in ganz Deutschland, in Sichtweite vom markanten Bayer-Kreuz.

 „Luftschiffe sind ganz selten“, sagt Heinemann, der gemeinsam mit Markus Pott den Besuch des Luftschiffs am Flugplatz Bonn/Hangelar vorbereitet hatte. „So zieht uns Luftschiffer aus dem LSC-Bayer Leverkusen ein sich gerade in der Nähe befindliches Luftschiff natürlich an. Gerade wenn es noch so besondere Gene hat, wie das Luftschiff aus Friedrichhafen das gerade in Hangelar Station macht.“ Das „Good Year“-Luftschiff ist in direkter Linie verwandt mit den historischen Zeppelinen vom Bodensee aus den frühen Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Heinemann: „Diese Mal passte das Wetter, so besuchten wir mit unserem Vereinsgerät dem Bayer-Heißluftluftschiff den Gast aus Süddeutschland auf dem nahegelegen Bonner Flugplatz.“

„Für jeden Luftschiffpiloten ist es ein besonderer Moment, mit einem Heißluftschiff einen Zeppelin aus nächster und zugleich sicherer Entfernung besuchen zu dürfen“, sagt Markus Pott: „Und am schönsten ist es, diese Freude mit unserer Crew, die wir für den Auf- und Abbau des Heißluft-Schiffs immer dabeihaben, teilen zu dürfen. Der Blick von Oben auf den Zeppelin zusammen mit der aufgehenden Sonne und ganz flachen Nebelschwaden über den Feldern war ein tolles Erlebnis.“ Thomas Heinemann   freute sich über die Unterstützung aller Beteiligten für das besondere Treffen: „Sowohl unser Heimatverein, der Luftsportclub Bayer Leverkusen, als auch die Flugplatzbetreibergesellschaft in Hangelar und auch die Zeppelin-Crew aus Friedrichshafen haben uns mit Rat und Tat dabei geholfen, den lange gehegten Traum von einem gegenseitigen Luftschiff-Treffen wahr werden zu lassen.“

(bu )