Leverkusen/Köln: Bayer-JHV: Dividende für Aktionäre wird angehoben

Leverkusen/Köln : Bayer-JHV: Dividende für Aktionäre wird angehoben

Der Bayer-Konzern hat am Freitagmorgen auf der Jahreshauptversammlung in Köln eine positive Bilanz für das operative Geschäftsjahr 2012 gezogen. "Wir haben den höchsten Umsatzwert der Unternehmensgeschichte erreicht", sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers.

Dekkers blickt zufrieden auf das vergangene Geschäftsjahr zurück: Alle drei Teilkonzerne haben nach seinen Angaben sowohl den Umsatz als auch das bereinigte Ergebnis steigern können. Die Aktionäre sollen an dieser Entwicklung mit einer Anhebung der Dividende auf 1,90 (Vorjahr: 1,65) Euro pro Aktie beteiligt werden. Das entspricht einer Ausschüttungssumme von 1,6 Milliarden Euro.

Das erste Quartal des laufenden Jahres sei durch die positive Entwicklung der Life-Science-Geschäfte geprägt gewesen, sagte Dekkers. Bayer blicke optimistisch in die Zukunft. Der Vorstandsvorsitzende hob das große Innovationspotenzial hervor, das seit der Gründung des Unternehmens vor 150 Jahren prägend für dessen Erfolg gewesen sei: "Bayer hat eine beachtliche Entwicklung vollzogen - von der Erfindung synthetischer Farbstoffe bis hin zur Behandlung von Krebspatienten und Produkten zur Stärkung der Pflanzengesundheit. Heute ist Bayer ein Innovationsunternehmen von Weltrang."

Der Umsatz ist laut Dekkers im vergangenen Geschäftsjahr währungs- und portfoliobereinigt um gut fünf Prozent auf 39,8 Milliarden Euro gestiegen. Zwar lag das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern mit vier Milliarden Euro um knapp fünf Prozent unter dem Wert von 2011. Ursache hierfür waren laut Dekkers vor allem Sonderaufwendungen in Höhe von insgesamt 1,7 Milliarden Euro für Restrukturierungen und für Rechtsfälle. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg dagegen um fast 9 Prozent auf rund 8,3 Milliarden Euro, das bereinigte Ergebnis je Aktie legte um nahezu 11 Prozent auf 5,35 Euro zu.

Bayer will in seinem 150. Jubiläumsjahr seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung weiter steigern. Geplant seien Aufwendungen von 3,2 Milliarden Euro nach 3,0 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, kündigte Bayer-Vorstandschef Marijn Dekkers an. 2012 sei das Unternehmen bei seinen Innovationen sehr erfolgreich gewesen, sagte Dekkers.

Bayer antwortet Greenpeace

Aktivisten von Greenpeace hatten sich vor der Versammlung vor der Messehalle 7 in Köln, dem Veranstaltungsort der Bayer-Hauptversammlung, abgeseilt und so ein großes gelbes Plakat entrollt. Text: Pestizide töten Bienen. Bayer hatte parallel Stellung bezogen und ebenfalls ein Plakat entrollt: Wir machen deutlich mehr für Bienen, als Ihr glaubt. Überhaupt stand das Thema Bienen im Vordergrund der Proteste vor der HV imMittelpunkt. Auch Imker und die Organisation Avaaz protestierten für mehr Bienenschutz. Avaaz hatte dazu eine Marionette von Ministerin Ilse Aigner konstruiert, der sie Vorwarf, die Pestizidindustrie nicht genügend auszubremsen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: 2013: Greenpeace-Protest gegen Pestizide bei Bayer

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