1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Bayer in Leverkusen: „stART“-Festival bietet Kultur mit Touch

Bayer in Leverkusen : „stART“-Festival bietet Kultur mit Touch

Bach, Schubert, Strawinsky – Kulturfreunde können schon jetzt frohlocken: Die Wochen zwischen Ostern und Pfingsten sind voll von Tanz, Ballett und Musik.

Nachdem die Pandemie Bayer Kultur in diesem Jahr die Umstellung auf Festivalbetrieb erschwert hat, soll die zweite Auflage 2022 nach Plan laufen. Und das ist eine ganze Menge, was verdichtet in nur sieben Wochen zwischen Ostern und Pfingsten angeboten wird. Mit diesem Zeitraum wolle man Überschneidungen mit anderen Festivals möglichst vermeiden, erklärt Thomas Helfrich, Leiter von Bayer Kultur.

Beteiligt sind aktuelle und ehemalige „stART“-Künstler, die auf Anregung von Organisator Christoph Böhmke extra besondere Programme entwickelt haben. Dazu hat er renommierte Künstler und Ensembles zu Auftritten an vier Bayer-Standorten eingeladen. Das meiste läuft in Leverkusen, vorwiegend im eigenen Erholungshaus, aber auch im Opladener Scala, in der Wiesdorfer Christuskirche und im Altenberger Dom.

Los geht es am Samstag, 23. April, mit einem bunten Eröffnungsfest, für das sich das temporäre Impfzentrum in einen mondänen Ort des Vergnügens mit Tanz und Glücksspiel verwandelt. Unter dem Motto „Casino Royale“ wird im Erholungshaus ein rauschendes Fest auf allen Ebenen gefeiert.

  • Europas größtes Forschungsgebäude steht jetzt in
    Leverkusener Wirtschaft : Bayer baut größtes Forschungsgebäude Europas
  • Leverkusens Florian Wirtz traf gegen Leipzig
    3:1-Auswärtssieg : Bayer 04 gewinnt Geisterspiel in Leipzig und springt auf Platz drei
  • Bayer Leverkusens Trainer Gerardo Seoane (r.)
    Lazarett lichtet sich : Seoane schürt den Konkurrenzkampf bei Bayer 04

Drei Tage später wird der große Saal komplett umgeräumt sein, so dass die Besucher mitten im Geschehen sitzen können bei der Weltpremiere eines Programms von und mit Alexej Gerassimez und seinen Freunden. In der Heimspielstätte wird auch die Vertigo Dance Company aus Israel eine Choreographie „One. One & One“ über das Individuum und der Verortung in der Gesellschaft aufführen.

Ein Tanzspektakel wird der „Battle of Styles“, bei dem unterschiedliche Formen gegeneinander antreten. Um Lebensrausch und Totentänze geht es bei der Vorstellung „Nico and the Navigators“ zu einem Musikmix von Bach bis Cohen. Die Choreographie von Philippe Kratz zu Musik von Henryk Górecki „O Domina Nostra“ (Orgel und Sopran) wird im Altenberger Dom aufgeführt.

Neue „stART“-Künstlerin ist die Sopranistin Fatma Said, die mit einem Opus Klassik als Nachwuchssängerin des Jahres ausgezeichnet wurde. Sie tritt einmal mit l’arte del mondo und dem Altus Jakub Józef Orlinski (Bach, Pergolesi und arabischer Musik) auf und zusätzlich im Kammermusikformat.

Anne Sofie von Otter singt im Erholungshaus Werke von Schubert und Wainwright. Die Bayer Philharmoniker, unter Leitung von Bar Avni, stellen eine Erstaufführung eines israelischen Werkes Sinfonik von Mozart und Brahms gegenüber. Trompeterin Rike Huy reagiert auf Renaissance-Madrigale (Ensembe amacord), und Dominique Horwitz rezitiert zu Strawinskys Komposition „L’histoire du soldat“.

Ganz klassisch, mit Mozart und Rihm, präsentiert sich das Minguet Quartett. Eigenwillig wird der Abend mit Gustav Peter Wöhlers Umsetzung von Schwitters dadaistischer „Ursonate“. Außerdem wird zu einem vergnüglichen Georg-Kreisler-Programm mit Patrick Hahn eingeladen.

An junges Publikum richtet sich der „früh-stART“ mit Familien-, Kindergarten- und Schulkonzerten und die Fortsetzung des Blockflötenprojekts in Schulen. In die historische Stadthalle Wuppertal hat Bayer Kultur das City of Birmingham Symphonie Orchestra (Leitung Mirga Gražinytė-Tyla) und das Budapest Festival Orchestra (Leitung Iván Fischer) eingeladen.

Im Berliner Wedding finden zwei Jazz-Events statt und in Bitterfeld spielen Jakob Manz & Mandelring Quartett.