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Bayer-Fans besprühen Betonstützwände in Opladen

Bürgermonitor : Bayer-Fans besprühen Mauern

Nach Verteilerkästen entlang der Düsseldorfer und der Sandstraße sind nun auch Betonstützwände in den Vereinsfarben gefärbt worden.

Manfred König sind die neuen „Dekorationen“ sofort ins Auge gefallen. „Die Verunstaltungen auf der Düsseldorfer Straße gehen weiter“, klagt der Opladener. „Was muss noch geschehen, bis jemand tätig wird?“, fragt er.  Der Stein des Anstoßes ist aus Beton. Nach Verteilerkästen tragen Werkselffans ihre Vereinsliebe nun dick auf Stützwänden entlang der Düsseldorfer Straße auf.

Dem schwarz-roten Untergrund – es sind die Vereinsfarben von Bayer 04 – ist neben der Bushaltestelle an der Düsseldorfer Straße nahe Wupperbrücke der weiße Schriftzug  der Fangruppierung „Ultras Lev“ zu lesen. Auf einer Stütz­wand  an der Einfahrt zur Haus-Vorster-Straße wird in weißer Schrift an die seit mehr als 30 Jahren bestehende Fanfreundschaft zwischen Leverkusen und Offenbach erinnert. Die beiden Markierungen  ergänzen jetzt die schwarz-roten Graffiti an Verteilerkästen an der Düsseldorfer Straße und der Sandstraße, die Opladener schon Anfang Februar als „hässlich und aufdringlich“ empfunden hatten. Damals hatte die Energieversorgung Leverkusen (EVL) bestätigt, dass das Besprühen der Kästen auf diese Art erstens im Stadtgebiet zunehme, es sich zweitens Sachbeschädigung handele und diese drittens kaum zu ahnden sei.

Meinolf Sprink, Direktor Fans und Soziales bei Bayer 04, berichtet auf Anfrage, dass das Thema Graffiti von Bayer-Fans unlängst Thema bei den regelmäßigen Gesprächen zwischen Stadt und Verein gewesen sein. Auch im Kurvenrat, einer unabhängigen Vertretung der Fans von Bayer 04, sei das Ganze thematisiert worden. „Letztlich geht es hier um das Vergreifen an fremdem Eigentum“, betont Sprink. Der Verein heiße dieses „gesellschaftliche Phänomen“ nicht gut. Außer, dass das Besprühen immer wieder thematisiert werde, könne Bayer 04 kaum etwas tun. „Wir wissen nicht, wer soetwas macht.“