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Bayer, Covestro, Lanxess setzen in Corona-Zeiten auf Home-Office

Leverkusener Firmen reagieren auf Corona-Fälle : Bayer, Covestro, Lanxess setzen auf Home-Office und Kantinenregeln

An den deutschen Covestro-Standorten gibt es aktuell keine bestätigten Corona-Fälle bei den Mitarbeitern. Der Produktionsbetrieb ist nicht eingeschränkt. Aber der Kunststoffkonzern folgt den Aufforderungen von Bundesgesundheitsministerium, Robert-Koch-Institut und weiterer Expertengremien.

„Es gilt zuvorderst, die Gesundheit der Mitarbeiter und ihrer Familien zu schützen, eine Ausbreitung des Virus bei Covestro zu verhindern und gleichzeitig den Geschäftsbetrieb bestmöglich aufrechtzuerhalten“, sagt Vorstandschef Markus Steilemann. Der Konzern hat Teile der Belegschaft in Deutschland aufgerufen, von zu Hause zu arbeiten, „sofern die Aufrechterhaltung des jeweiligen Abteilungsbetriebs dies erlaubt und das Arbeiten auch auf diese Weise möglich ist“.

Außerdem gelten verschärfte Sicherheits- und Hygienevorkehrungen in den produktionsnahen Bereichen und solchen Bereichen, in denen die Belegschaft anwesend sein muss. „Hierbei wird der direkte Austausch zwischen den Beschäftigten auf ein Minimum reduziert.“ Es gibt Restriktionen für Dienstreisen in von Corona betroffene Gebiete, Mitarbeiter sollen sich beruflich wie privat von Menschenansammlungen fernhalten. Covestro-interne Meetings und Veranstaltungen wie Besprechungen werden „bis auf weiteres bevorzugt technisch umgesetzt werden“. Der Konzern hat Ende Januar in allen betroffenen Ländern die lokalen Krisenstäbe aktiviert. „Diese koordinieren seitdem die notwendigen Maßnahmen“, heißt es weiter.

Auch bei Bayer gibt es weitere Entscheidungen, um die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten. Beschäftigte in Deutschland sind aufgefordert, die Arbeit ins Home-Office zu verlegen, „wann immer dies sinnvoll und möglich ist“. Bayer-Chef Werner Baumann hatte schon vergangenen Donnerstag Mitarbeiter mit Personalverantwortung gebeten, Home-Office für Beschäftigte zu prüfen und eben zu veranlassen. Die technischen Voraussetzungen dafür hat der Konzern geschaffen. Und noch eine Änderung gibt es: „In den Betriebsrestaurants wird auf Selbstbedienung verzichtet“, teilt Bayer auf Anfrage unserer Redaktion mit. Außerdem soll es „Entzerrungen“ der Öffnungszeiten und bei den Sitzplätzen geben, um räumliche Distanz zu schaffen.

Lanxess schickt Mitarbeiter, soweit möglich, ebenfalls ins Home-Office. Eine Steuerungsgruppe sei schon vor einigen Wochen gegründet worden, die alle Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Virus koordiniere, damit die Mitarbeiter geschützt werden, das Unternehmen gleichzeitig handlungsfähig bleibe, sagt ein Sprecher. An den Standorten gelten besondere Hygiene- und Verhaltensregeln, physische Kontakte von Arbeitsteams einzuschränken. Besprechungen werden möglichst vermieden und durch Videokonferenzen ersetzt oder in Dauer- und Teilnehmerzahl eingeschränkt. Viele Büromitarbeiter arbeiten seit Montag, 16. März, von zu Hause. Die Kantinennutzung im Kölner Unternehmens-Tower läuft gestaffelt. In den Betrieben „erfolgen etwa Schichtübergaben mit möglichst wenig persönlichem Kontakt zwischen den Schicht-Teams und in möglichst kurzer Zeit“, betont der Sprecher. Der Empfang von externen Besuchern an den Standorten ist auf ein Mindestmaß runtergefahren.

(LH)