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Leverkusen: Bayer 04-Profi outet sich als Bayern-Fan

Leverkusen : Bayer 04-Profi outet sich als Bayern-Fan

Beim "Mixed-Zone-Talk" gaben Philipp Wollscheid und Sebastian Boenisch ungewohnt tiefe Einblicke.

Lustig, sympathisch, locker – so könnte man den Mixed-Zone-Talk mit den Bayer-04-Profis Philipp Wollscheid und Sebastian Boenisch am Mittwochabend im Bauch der BayArena beschreiben. Wo den Spielern sonst kritische Journalistenfragen nach Bundesligaspielen gestellt werden, durften an diesem Abend die 75 Fans das Duo während des rund einstündigen Talks mit Fragen löchern. Wollscheid und Boenisch verrieten unter anderem, mit welchem Verein sie mitfieberten, als sie noch nicht Profi waren und was sie von pfeifenden Heimfans halten.

Sebastian Boenisch ist erst seit etwas mehr als einer Woche Bayer 04-Profi. Die Fans nutzten die Gelegenheit, um den Neuen in den Reihen der Werkself kennenzulernen. "Ich bin froh, hier zu sein", bekannte sich der ehemalige Werder-Bremen-Spieler zu seinem neuen Club. Musste dann aber zugeben, früher als Fan mit dem FC Bayern München die Titel gefeiert zu haben. Auch Wollscheid outete sich nicht als früherer Werkself-Anhänger. Ihm hatte es der 1. FC Kaiserslautern besonders angetan. Die Fans kniffen aber noch mal ein Auge zu, auch weil die beiden weiter offen aus dem Nähkästchen plauderten.

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Zum Beispiel berichtete der ehemalige Nürnberg-Profi Wollscheid, dass es ihn vor dem Spiel "pusht", wenn die Fans dem vorbeifahrenden Mannschaftsbus zujubeln. "Die Fans können auch dazu beitragen, ein Spiel zu drehen", sagte der 25-jährige Boenisch. Von pfeifenden Heimfans halten die beiden nichts. "Es wäre super, wenn die eigenen Fans die Mannschaft nicht auspfeifen würden", fand Wollscheid.

Der will wie Boenisch bald Nationalspieler werden. "Ich hätte nichts dagegen, wenn Jogi Löw mich anruft", gab der 23-Jährige zu. Boenisch hat ihm da schon einiges voraus. "Die Teilnahme an der Europameisterschaft im eigenen Land war natürlich ein Highlight", berichtete der polnische Nationalspieler, der aktuell bei seinen Eltern in der Nähe von Velbert wohnt.

Seine gesammelten Trikots hat Boenisch übrigens nicht an den Wänden der elterlichen Wohnung aufgehängt: "Bei mir liegen die nur rum." Auch Philipp Wollscheid scheint nicht viel für das Sammeln der Spieler-Souvenirs übrig zu haben. "Ich habe ehrlich gesagt noch keinen Plan, wo ich die Trikots verstauen soll. Aktuell sind die alle noch in Tüten untergebracht."

Vielleicht findet er in seiner Kölner Wohnung demnächst einen Platz für die Trikots. "Wir spielen ja bald wieder Champions League", sagte er optimistisch. Da gibt's ja genug namhafte Kandidaten für einen Trikottausch.

(RP)