1. NRW
  2. Städte
  3. Leverkusen

Bauverein GBO rechnet mit 120.000 Euro für Lärmschutzwand

Umlage der Baukosten : Bauverein rechnet mit 120.000 Euro für die Lärmschutzwand

Die Geschäftsführung des Gemeinnützigen Bauvereins Opladen (GBO) verfolgt aufmerksam die bauliche Entwicklung zwischen Bahnhof Opladen und Fußgängerzone. Speziell die Diskussion um die Kosten der Lärmschutzwand entlang der neuen Europa-Allee (parallel zur Gütergleisstrecke) ist von Interesse.

Die Stadt Leverkusen wird sich nach heutiger Beschlusslage wahrscheinlich mindestens 80 Prozent der Baukosten von den Eigentümern in Opladen-Mitte zurückholen.

Der Bauverein rechnet damit, dass er dann eine sechsstellige Summe bezahlen muss. „Unser Beitrag zur Lärmschutzwand wird nach ersten Schätzung bei etwa 120.000 Euro liegen“, sagte GBO-Geschäftsführer Alexander Dederichs auf Anfrage unserer Redaktion. Die meisten Immobilieneigner werden wohl nur drei- oder vierstellige Summen zahlen müssen. Nach derzeitiger Rechtsprechung kann die Stadt alle Immobilieneigentümer, die von der Lärmschutzwand profitieren, zur Kasse bitten – auch die Eigentümern von alten Gebäuden. Die erreichten Lärmminderungen, die eine Beitragszahlung auslösen, werden dabei in Opladen nicht gemessen, sondern errechnet. Dederichs geht davon aus, dass der Bauverein auch für Gebäude bis Marktplatz oder bis zur Kämpchenstraße kostenpflichtig wird.

  • Der Mehrfamilienhauskomplex an der Vereinsstraße ist
    Bauwirtschaft : GBO: Wohnungsenteignung bringt nichts
  • Auch an der Vereinsstraße ist der
    Quartiersentwicklung : GBO gestaltet das Bild von Opladen neu
  • Bauverein : 1,7 Mio. Jahresüberschuss beim GBO

Der GBO besitzt in Leverkusen rund 2000 Immobilien. Die Beitragssumme für die Lärmschutzwand kann der Bauverein nicht auf die Mieten umlegen. Die Genossenschaft muss das Geld anderweitig erwirtschaften. Damit dürften die rund 120.000 Euro die Höhe der Dividende drücken, auf die rund 3800 GBO-Mitglieder Anspruch erheben. Die städtische Informationspolitik zu diesem Beitragsthema, das hohe Wellen geschlagen hat, hält Geschäftsführer Dederichs für suboptimal. Grünen-Fraktionsvorsitzende Roswitha Arnold sieht die Wogen allerdings schon beruhigt: „Der Ärger zu diesem Vorgang ist nach meiner Wahrnehmung nicht mehr vorhanden“, sagte Arnold in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses.