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Leverkusen: Baumsatzung wird nicht wiederbelebt

Leverkusen : Baumsatzung wird nicht wiederbelebt

Eine Wiederbelebung der Baumschutzsatzung soll es nicht geben: Das entschied der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden bei einer Gegenstimme der Grünen. Anlass war der Bürgerantrag von Brigitte von Bonin. Sie prangerte fortgesetzte Baumfällaktionen an. Dagegen sei das anstelle einer Baumschutzsatzung eingeführte "Leitbild Grün" der CDU kein geeignetes Instrument. Außerdem verwies Bonin auf eine Feinstaubmessung am Mittwoch mit einem Wert von 138 Mikrogramm in Leverkusen: "Der Grenzwert liegt bei 50", sagte sie und appellierte angesichts dieser Werte: "Eine Baumschutzsatzung ist eine Notwendigkeit."

Alle Fraktionssprecher (außer den Grünen) und die Verwaltung äußerten sich ablehnend: Das "Leitbild Grün" sei eine ausführlich beratende Kompromisslösung, die "jetzt auch gelebt wird", meinte Frank Schöneberger (CDU). Und Ulrich Freund (FDP) hielt dem Bürgerantrag entgegen, darin keine neuen Argumente gehört zu haben.

Dies meinte auch der von unserer Zeitung gestern befragte CDU-Ratsherr Bernhard Marewski, sozusagen der "Vater" des "Leitbildes Grün" der CDU. Er wehrte sich gegen Bonins Vorwurf, das Leitbild sei nur ein unverbindlicher Schnellschuss, aus dem sich keine Konsequenzen ergäben: "Wir haben einen Forderungskatalog mit einer Fülle von Vorschlägen aufgestellt." Ein Teil davon sei umgesetzt: "Das Leitbild ist langfristig angelegt. Es setzt auf eine Bewusstseinsänderung bei den Bürgern, denn eine Konfrontation und Reglementierung durch eine Baumschutzsatzung bringt nichts", betont Marewski, der eine solche Satzung auch für zu kurz gegriffen hielte: Denn im Leitbild gehe es nicht nur um Bäume, sondern generell um alle Möglichkeiten, etwas für mehr Grün in Leverkusen zu tun.

(gt)