Leverkusen: Baudezernat ist zufrieden mit den Großbaustellen

Leverkusen: Baudezernat ist zufrieden mit den Großbaustellen

Arbeitsintensiv war das Jahr 2017 für die städtische Bauverwaltung. "Wir haben 76 Millionen Euro allein im Fachbereich Gebäudewirtschaft umgesetzt. Das ist deutlich mehr als die Jahre zuvor", berichtet Maria Kümmel, die Leiterin des Fachbereichs. So habe man an der Masurenstraße eine achtgruppige Kindertagesstätte fertiggestellt (Kosten: 4,2 Millionen Euro), die Kita Pregelstraße für rund 1,5 Millionen Euro saniert und erweitert, außerdem vier Sporthallen saniert.

Zu den Meilensteilen zählt Kümmel jedoch den Neubau des Mädchentreffs an der Kolberger Straße für 1,7 Millionen Euro. "Der war 20 Jahre lang in einem abgewrackten Baucontainer untergebracht", erklärt Kümmel. Auch der Baubeginn der neuen Feuerwache Ende März (Investition: 43 Millionen Euro) bringe die Stadt voran. "Der Rohbau ist mittlerweile so gut wie fertig."

Darüber hinaus freut sich die Leiterin der Gebäudewirtschaft, dass die alten Flüchtlingsunterkünfte an der Sandstraße nun abgerissen sind. Der Neubau lasse zwar noch etwas auf sich warten, doch man sei nun zuversichtlich, eine geeignete Baufirma zu finden. Eine erste Ausschreibung war erfolglos geblieben. "Die zweite Ausschreibung läuft", berichtet Kümmel. "Wir haben uns bekannte Firmen ganz persönlich angesprochen und für das Projekt geworben." Deshalb hätten nun schon mehrere Firmen Interesse an dem Bauvorhaben gezeigt.

Wer den Zuschlag erhalte, werde über ein zentrales Vergabeverfahren ermittelt. "Die Fertigstellung ist jetzt für Ende 2020 geplant." Baufirmen hatten während der ersten Ausschreibung erklärt, den ursprünglichen Termin Ende 2019 angesichts voller Auftragsbücher nicht realisieren zu können.

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Schwierigkeiten, geeignete Baufirmen zu finden, haben auch die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL). Zwar liege man mit dem derzeit größten Projekt, dem Umbau des Busbahnhofs in Wiesdorf, bislang im Zeit- und Kostenrahmen. Das könnte sich nächstes Jahr allerdings ändern. Grund: das geplante und akzentsetzende Dach über dem neuen Mittelbussteig.

"Wir befinden uns noch im Vergabeverfahren", berichtet TBL-Chef Wolfgang Herwig. Eigentlich habe die Vergabe schon im November erfolgen sollen. "Aber es haben sich zu wenig Bieter gemeldet und dann mit Preisen, die von unseren Vorstellungen weit entfernt waren." Daher suche man jetzt weitere Bieter. Herwig ist zuversichtlich, dass die Arbeiten beendet sind, wenn das zusätzliche Gleis für den RRX gebaut werden soll.

Der neue Kreisverkehr an der Rathenaustraße sei mittlerweile fertiggestellt und funktioniere gut. Zu Staus komme es jedoch regelmäßig am Europaring. Eine Ampel habe immerhin vor der Weihnachtszeit den Verkehr noch einigermaßen regeln können.

(sug)