Balkantrasse: Startschuss für den Ausbau bis Bahnhof Opladen

Opladen : Balkantrasse – noch 840 Meter bis zum Ziel

Jürgen Wasses Traum ist am Opladener Bahnhof noch nicht zu Ende. „Wir haben von Anfang gewollt, dass die Verbindung klappt vom Bergischen an den Rhein und umgekehrt“, sagt das Vorstandsmitglied des Fördervereins Balkantrasse. „Und für diese Verbindung über den Wupperweg – das ist der Trampelpfad von der Kastanienallee in Richtung Tierschutzzentrum und Mühlengraben, von dort ist man dann rasch am Bürriger Berg und am Rhein – wollen wir uns verstärkt einsetzen“, bekräftigt er auf dem Schotter stehend, auf dem nun die letzten Meter der Balkantrasse fertiggestellt werden.

Dort gibt gerade Oberbürgermeister Uwe Richrath den offiziellen Startschuss für  den Ausbau des vier Meter breiten Weges. Anfang des Jahres wurde gerodet, seit März das Baufeld freigemacht. Laut Wolfgang Herwig, Chef der städtischen Technischen Betriebe (TBL), sind es noch 840 Meter, die bis zum Bahnhof fehlen.

Die haben es in sich. Denn auf der Strecke werden drei Brücken (Dechant-Krey-, Rennbaum-, Lützenkirchener Straße) überquert. „Dort müssen die Abdichtungen erneuert werden“, berichtet Herwig. Das nähme Zeit in Anspruch. Deswegen seien die gesamten Arbeiten bis in den September terminiert. „Wenn es schneller geht, wäre das nicht schlimm“, schiebt er hinterher. Auch mit ein wenig Eigeninteresse. Schließlich will er vom Wohnort Burscheid den Weg zur Arbeit auch gerne mal per Rad bestreiten – über die Trasse. 500.000 Euro kostet der Ausbau. „70 Prozent der förderfähigen Kosten werden bezuschusst“, sagt Herwig. Die Finanzspritze kommt vom Land „gemäß den ,Richtlinien zur Förderung der Nah-Mobilität...“, wie es offiziell heißt. Auf den Gleisschotter wird eine weitere Schotterschicht aufgetragen, dann kommt die Oberfläche aus Asphalt drauf. An den Brücken werden neue Geländer angebracht, unter anderem entlang der 400 Meter neben befahrenen Gleisen wird ein Zaun aufgestellt.

Richrath sichert dem Förderverein zu, dass die Stadt das Ehrenamt unterstützt. „Der Verein kümmert sich bisher um 160.000 Quadratmeter Fläche. Das kann man nicht alleine stemmen.“ Mit dem Verein sei abgesprochen, dass er die Bankette, je an die zwei Meter rechts und links des Weges, pflegt, die Stadt den Wald- und Hangbereich. Immerhin handele es sich bei der Trasse „um eine historische Verbindung, die nun wieder geschlossen wird“. Zudem werde so die Fahrradmobilität ausgebaut.

Eine Jausestation an der Strecke können Stadt und Verein nicht anbieten. „Aber wenn sich jemand aus der Privatwirtschaft engagiert...“, sagt Vereinsvorsitzende Petra Haller. Sie fände es schön, wenn die „Linde“ in Romberg wieder aktiviert würde, „der Biergarten dort läge direkt an der Strecke“.

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