Balkantrasse in Leverkusen: Bauarbeiten ab Mai

Bauarbeiten beginnen : Baustart fürs letzte Stückchen Trasse

2019 wird der Anschluss an den Bahnhof Opladen noch nicht klappen.

Auf ihrer Versammlung in Bergisch Neukirchen freuten sich die Mitglieder des Vereins rund um den Panoramaradweg Balkantrasse über Mehreinnahmen, weitere Mitglieder, das umfangreiche Engagement der Menschen und die Bewegung, die in den zweiten Abschnitt kommt.

Laut Oberbürgermeister und Vereinsmitglied Uwe Richrath, der die Versammlung am Dienstagabend besuchte, ist im Frühjahr Baubeginn. Verläuft dann alles nach Plan, sei mit einer Fertigstellung im September zu rechnen. In dieser Radsaison wird’s also nichts mehr mit dem Anschluss an den Bahnhof in Opladen.

Dort müssen zunächst Gleise und aus umweltschutztechnischen Gründen auch der Schotter abgetragen werden. Dass seit Mitte des vergangenen Jahres Bewegung in die Angelegenheit gekommen war, schreibt sich der Verein durchaus selbst auf die Fahne. Schließlich hatte die Rad-Demo am 16. Juni 2018 rund 150 Teilnehmer mobilisiert. „Der kleine Weckruf ist uns auf jeden Fall gelungen“, betonte Vorsitzende Petra Haller.

Für Stadtchef Richrath nimmt der Ausbau der Fahrradwege eine hohe Priorität ein. „Wir haben großes Interesse daran“, bekräftigte er. Als Teil eines Mobilitätskonzeptes sollen auch die Radwege eine Wende herbeiführen. Im Bahnhofsquartier soll demnach ein Fahrradparkhaus mit 300 Stellplätzen entstehen, verriet Richrath. Die Leitung dieses übernehme die Wupsi, Covestro spende Räder.

Auch stellte das Stadtoberhaupt in Aussicht, dass sich Stadt und Verein das Betreiben des zweiten Abschnitts teilen. Auf Dauer sei der Verein überlastet, so Richrath. Denn nur ein Fünftel der Fläche des Grundstücks, für das der Verein die Verantwortung besitzt, erklärte Jürgen Wasse, zweiter Vorsitzender des Fördervereins, sei Radweg. Ein Vertrag soll die Zusammenarbeit dann beschließen.

Neben guten Nachrichten treiben die Mitglieder aber naturgemäß auch die schlechten um. So hallt der Unfall, bei dem ein kleines Mädchen mit einem anderen Radfahrer zusammenstieß und mehrere Zähne verlor, nach. Der männliche Verursacher flüchtete danach. „Wir sind kein Unfallschwerpunkt“, sagte Vorsitzende Haller noch einmal. Der Verein sei nicht für das rücksichtslose Verhalten anderer verantwortlich. Gegenseitige Rücksichtnahme sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Gerade in den sozialen Netzwerken seien daraufhin Beschimpfungen gefallen. „Das ist nicht fair“, betonte die 52-Jährige. „Man hat manchmal das Gefühl, sich dafür entschuldigen zu müssen, eine solche Trasse aufgebaut zu haben.“

Mehr von RP ONLINE