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Verkehrs-Diskussion geht weiter Balkantrasse – Leverkusener SPD schießt gegen die Grünen

Leverkusen · Wiedervorlage für den Balkanexpress? Die vom Kreistag beauftragte Vorstudie stößt in Leverkusen teilweise auf Ablehnung. Die SPD sieht sie als Chance.

Kommt der Balkanexpress zurück? Eine Vorstudie soll zeigen, was machbar wäre.

Kommt der Balkanexpress zurück? Eine Vorstudie soll zeigen, was machbar wäre.

Foto: M.Tigges/M.Tigges/Repro: Ludmilla Hauser

Die Diskussion um eine Reaktivierung der Balkantrasse als Zugstrecke geht weiter. Nun meldet sich die Leverkusener SPD-Fraktion zu Wort. „Über den Widerstand von Roswitha Arnold und der Leverkusener Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen kann man sich nur wundern“, schreibt der Opladener Ratsherr Dirk Löb, umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Stadtrat in einer Pressemitteilung. „Gerade da die Grünen im Rheinisch-Bergischen Kreis die Vorstudie unterstützen und Roswitha Arnold sonst immer die regionale Zusammenarbeit besonders über ihre Funktion in der Metropolregion Köln/Bonn befürwortet.“ Ebenso sei unverständlich, „dass man hier gegen die Verlagerung von Verkehrsströmen auf die Schiene ist. Grundsätzlich ist dies die allgemeine Position der Grünen.“

Die Bezirksvertretung II hatte sich zuletzt mehrheitlich gegen eine Wiederaufnahme der Planungen für eine Zugverkehrs-Trasse ausgesprochen ebenso wie der Verein der Freunde und Förderer der Balkantrasse. Opladen Plus befürwortet hingegen die Weiterverfolgung des Projekts.

Mit der Vorstudie sei keine abschließende Entscheidung für die Reaktivierung der Balkantrasse getroffen, schreibt Ratsherr Löb weiter. „Zahlen, Daten und Fakten zur Machbarkeit, zu Verkehrsströmen, zu notwendigen Erweiterungen von Brücken und auch über die Auswirkungen auf den Panoramaradweg sind wichtig, um eine abgewogene Entscheidung treffen zu können.“ Die ablehnende Stellungnahme des Vereins der Freunde und Förderer der Balkantrasse sei ebenso ein wichtiger Baustein, der in der Vorstudie betrachtet werden müsse.

Die ehemalige rund 28 Kilometer lange Bahnstrecke Leverkusen-Opladen – BurscheidWermelskirchen – Remscheid-Lennep, besser bekannt als „Balkantrasse“, wurde abschnittsweise zwischen 1983 und 1997 stillgelegt. „Mittlerweile mehren sich die Stimmen eine Reaktivierung in Form einer eingleisigen Stadtbahn bzw. Straßenbahn zu prüfen.“, erläutert Löb. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) habe in seinem Bericht „Auf der Agenda – Reaktivierung von Schienenstrecken“ im Jahr 2020 die Balkantrasse als Beispiel für eine Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken aufgeführt.

„In der Folge haben der Kreistag des Rheinisch-Bergischen Kreises auf Antrag der Kreistagsfraktionen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen die Verwaltung im Dezember 2021 beauftragt, eine entsprechende Untersuchung zu initiieren. Auch der Verkehrsverbund „go.Rheinland“ unterstütze die Finanzierung einer Vorstudie. „Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit und mit dem Bahnhof Leverkusen-Opladen als zentralen Ausgang- und Endpunkt der Strecke sollte auch die Stadt Leverkusen an der Vorstudie mitwirken.“, so Löb weiter.

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