Bahnstadt-Müllsorgen: „Flaschen auf dem Spielplatz“

Scharfe Scherben: Bahnstadt-Müllsorgen: „Flaschen auf dem Spielplatz“

Bürger beklagen Scherben. Fakultätsstraße bleibt zu.

Die Bahnstadt kämpft derzeit mit Müllproblemen. Bei der jüngsten Informationsveranstaltung für Bürger  merkte ein Gast an: „Auf dem Spielplatz hinter den Werkshallen finden sich teils zertrümmerte Wodkaflaschen, also viele Glasscherben. Das ist richtig gefährlich für Kinder, wenn sie da spielen. Eigentlich müsste man den Spielplatz schließen.“

Bahnstadtchefin Vera Rottes kennt das Problem: Einmal im Monat reinigten Kräfte des Job Service Leverkusen (JSL) das Gelände. „Für die Ostseite sitzen wir fast monatlich mit Bürgern zusammen und besprechen, wie man sich am besten kümmern kann, damit das Gelände sauber bleibt. Wir müssen es so hinkriegen, dass alle von dem Gedanken, dass es ordentlich bleiben soll, getragen werden, dass sich alle an gemeinsame Spielregeln halten.“  Rottes hofft bei dem Thema vor allem auf Belebung. Derzeit sei der Bereich zwischen dem ehemaligen Magazin, den alten Hallen und dem Kesselhaus noch „Niemandsland. Da ist abends kein Mensch.“ Das verleite dazu, sich dort eben nicht an die Spielregeln zu halten und Müll zu hinterlassen. „Wenn dort mehr Leute wohnen und der Bereich belebter ist, wird sich das hoffentlich bessern“, sagt die Managerin und ergänzt: „Bis ein Quartier wirklich fertig ist, dauert es seine Zeit. Diese Durststrecke müssen wir gemeinsam aushalten.“

Auf Besserung hoffen Bahnstadt und Anwohner auch bei den illegalen Autorennen, die auf der Fakultätsstraße dazu geführt haben, dass diese für den Durchgangsverkehr bis auf weiteres gesperrt wurde.  Wann sie denn wieder geöffnet werde, fragte ein Besucher der Veranstaltung. Rottes winkte ab: „Die bleibt so lange zu, wie da Autorennen laufen. Zumindest bis die Technische Hochschule in Betrieb geht,  der Wohnraum neben der TH fertig ist – und wir den Eindruck haben, dass der Verkehr sich dort normalisiert hat.“

(LH)
Mehr von RP ONLINE