Bahnstadt in Leverkusen im grünen Gewand

Grüne Lunge für die Westseite : Es grünt bald so grün in der neuen Bahnstadt

Luftige Plätze, Mini-Parks, schattenspendende Bäume. Die Bahnstadt bekommt auch auf ihrer noch kargen Westseite eine grüne Lunge.

Grün gilt als Farbe der Hoffnung. Und der jüngste Bürger-Infonachmittag der Bahnstadt gibt allen Anlass zu hoffen, dass es rund um die ehemaligen Werkshallen und auch auf der Westseite des Quartiers richtig grün werden wird. Inklusive Bienchen und Blümchen im besten Sinne. Denn es geht auch um insektenfreundliche Bepflanzung.

Werkshallen-Areal Hinter der Fassade mit dem Schriftzug Werk Opladen, die – vertraglich abgesichert – bestehen bleibt, entstehen rund 6000 Quadratmeter Büros, dazu 300 Wohnungen, vor allem Mikroappartements für Studenten, ein Parkhaus mit 500 Stellplätzen und Flächen im Sinne von E-Mobilität und Fahrrad. Die zweite Halle bleibt stehen, darin sollen nach Vorstellung von Entwickler Cube Real Estate Gewerbe, Sport und Gastronomie einziehen. Zwischen den Gebäuden im Innenhofbereich wird es „offen, luftig und sehr grün“, sagt Claus Broscheid von der Bahnstadt. Ein Platz mit Aufenthaltsqualität. In der Halle soll sich im Gastronomiebereich der Industriecharakter mit großen Fensterflächen paaren.

Das Grüne Band zwischen Henkelmännchenplatz und Campusbrücke. Foto: Bahnstadt/Greenbox

Anger Zwischen den ehemaligen Werkshallen und dem Verwaltungsgebäude an der Werkstättenstraße entsteht ein Anger mit Grünflächen, in die niedrigen Mauern drumherum sollen Sitzgelegenheiten integriert werden. Baustart: in den nächsten Wochen. „Das ist der Hauptzugang zur Technischen Hochschule. Hier wird es keinen Durchgangsverkehr geben“, betont Bahnstadt-Chefin Vera Rottes. Dafür am Ende des Angers einen Wendehammer. Geparkt werden soll in dem Bereich möglichst nicht. „Die Leute sollen ins Parkhaus fahren.“ Im Spätherbst 2020 wollen Bahnstadt und TH den Platz fertig haben. Der nun begonnene Teilabriss der Werkshalle dauert voraussichtlich bis April, bis 2021 sollen die neuen Gebäude errichtet sein. Apropos April: In eineinhalb Monaten wird an der Kopfseite des alten Verwaltungstrakts an der Werkstättenstraße ein Café eröffnet.

Grünes Band Auf der Westseite weicht die Wüstenei zwischen Henkelmännchenplatz (Höhe Wilhelmstraße) und Campusbrücke erstens in diesem Jahr der Wohnbebauung und zweitens dem neuen Grünen Band. Auf einer Nord-Süd-Achse sollen sich Fahrradfahrer und Fußgänger zwischen „ortstypischen Laubbäumen“ (Rottes) und Sträuchern, Rosen und „insektenfreundliche Staudenmischungen und Gräsern“ wohl fühlen. Auch bei der Bebauung werde auf Innenhöfe geachtet, verspricht Rottes. Da am Henkelmännchenplatz auch eine Kita entsteht, soll es Grün, Bänke und Spielgeräte geben. Die Bänke übrigens werden laut Vera Rottes wie in der Opladener City aus Bambus sein. Mit den Arbeiten will die Bahnstadt-Chefin fertig werden, bevor der Häuserbau startet, „weil wir jetzt noch Platz haben und weil die künftigen Bewohner nicht in eine Baustelle ziehen sollen“.

Grüner Innenhof auf dem Hallenareal. Foto: Bahnstadt/Greenbox

Brückenpark Am nördlichen Ende des Grünen Bandes schließt sich der Brückenpark an. Die Fahrradrampe, die über mehrere Ecken läuft, soll mit „grünen Lamellen“ versehen werden, der Platz ist baumbestanden. An der Kopfseite der Rampe wird eine Kletterwand installiert, unter der Rampe soll der leere Raum mit Spielgeräten für Kinder bestückt werden. Im Laufe des Jahres sollen die Arbeiten beginnen. Die Firmen, die sich ums Grün kümmern, seien schon beauftragt worden, berichtet Rottes.

Europaallee Entlang der Nord-Süd-Verbindung hat der Bau der Lärmschutzwand begonnen. Zur Bahnseite bleibt sie kahl, „zur Stadtseite hin wird sie mit wildem Wein begrünt“, betont Rottes.

Mehr von RP ONLINE