Bahnstadt-Baufeld zu Parkplatz auserkoren

Bahnstadt-Westseite : Baufeld zu Parkplatz auserkoren

Die freie Fläche neben dem Opladener Bahnhof verlockt manchen zum Autoabstellen. Die Bahnstadt will prüfen, welche Bereiche sie dafür tatsächlich freigeben kann.

„Wie klein moderne Baustellenfahrzeuge heute schon sind“, schrieb ein Opladener Pendler Ende vergangener Woche mit einer gehörigen Portion Ironie an die Redaktion und schickte Fotos mit von Autos, die –  in einer Reihe  oder auch einzeln – auf dem neuen Parkplatz auf der Bahnstadt-Westseite stehen. Haken: Die schöne große Abstellfläche  ist  kein Parkplatz, sondern das Baufeld eben für die Westseite.

Vor Woche hatte die von der Bahnstadt-Entwicklungsgesellschaft beauftragte Firma den Bahndamm weggerissen und das Areal für Neubauten vorbereitet. Für manchen Autofahrer ist seitdem die  Fläche ohne Bauzäune eine Einladung zum Abstellen des Wagens. Dies fiel auch FDP-Ratsherrn Friedrich Busch auf. Er schreibt: „Ein interessantes Phänomen ist am Opladener Bahnhof zu bestaunen: Autofahrer erobern auf der Westseite des Bahnhofs, nördlich des Treppenturms, in der Vergangenheit verloren gegangene Parkplätze stillschweigend zurück.“ Die Fläche biete Platz für rund 250 Autos. „Zwar hat Opladen Plus einen Prüfantrag an die Stadtverwaltung gestellt, auf der Südseite des Bahnhofs zusätzliche Parkmöglichkeiten zu schaffen, bis dort der Bürokomplex in Angriff genommen wird. Aber Autofahrer haben schon eigenständig Tatsachen geschaffen, indem sie das freie Baufeld auf der nördlichen Seite in Beschlag genommen haben.“ Busch will von der Stadt eine Aussage, dass bis zum Start der Baumaßnahmen dort geparkt werden darf.

Bahnstadt-Chefin Vera Rottes  kennt die neue Parkplatzsituation. „Teils stehen dort Mitarbeiterautos der Firma, die auf dem Baufeld arbeitet, teils Fremdparker“, sagt sie. Die Firma  sei noch auf dem Areal beschäftigt. „Bis das Unternehmen fertig ist, wollen wir die Situation so lassen, weil sich das Parken dort in Grenzen hält.“ Eine Einladung für weitere Autofahrer sei dies keineswegs, betont Rottes und weist auf den neuen P&R-Parkplatz an der Lützenkrichener Straße hin.  „Danach wollen wir das Parken neu sortieren, wollen überlegen, wo wir es in dem Bereich zulassen können, und wo es nicht geht“, sagt Rottes.

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