Leverkusener Karneval Bahn frei für die Jecken in Opladen

Leverkusen · Lange sah es nach einem sehr ruhigen Karneval aus. Doch Corona-Öffnungen und die Brauchtumszone in Opladen locken zahlreiche Vereine zum Feiern an die frische Luft. Das Festkomitee gibt den Startschuss und hofft auf gutes Wetter für jecke Konzerte und Open-Air-Partys an den närrischen Tagen. So wird gefeiert:

 Die Gläser huh! Es darf also doch gefeiert werden, wenn auch nur in ausgewiesenen Zonen.

Die Gläser huh! Es darf also doch gefeiert werden, wenn auch nur in ausgewiesenen Zonen.

Foto: Uwe Miserius

Besser in abgespeckter Variante feiern als gar nicht. Diesen Standpunkt vertritt der Festausschuss Leverkusener Karneval (FLK) und stimmt darin mit den örtlichen Karnevalsgesellschaften überein. FLK-Geschäftsführer Thomas Loef sagt: „Ende Januar hätten wir noch nicht gedacht, dass wir überhaupt feiern können. Jetzt freuen wir uns natürlich total über die amtliche Genehmigung.“ Also haben alle zusammen und recht kurzfristig ein buntes Programm für die tollen Tage zusammengestellt, das sich aber auf Opladen als offizielle „gesicherte Brauchtumszone“ beschränkt.

Los geht es am Karnevalssamstag, 26. Februar, ab 13 Uhr (Einlass ab 12 Uhr). Bei einer Open-Air-Party auf dem Marktplatz dürfen Narren gut gelaunt und mit bunten Kostümen in die heiße Phase der fünften Jahreszeit starten. Unter dem Motto „Dat jitt et nur met uns“ präsentiert der FLK musikalische Kamellen. Als Hauptattraktion ist die Kölner Mundartgruppe „Brings“, die dem jecken Publikum live eine „Superjeile Zick“ bereiten wird.
Für die Veranstaltung unter 2G+ sind noch wenige Karten zum Preis von zehn Euro (Kinder ab sechs Jahren zahlen den halben Preis) bei den Leverkusener Karnevalsgesellschaften erhältlich. Wer dreifach geimpft ist, muss keinen zusätzlichen negativen Test nachweisen. Für den Aufbau der überdachten Bühne und den rund 1500 Quadratmeter großen Zuschauerbereich ist der Marktplatz schon ab Freitag teils für den Verkehr gesperrt.

Weitere Gelegenheiten, den heimischen Fastelovend trotz Corona gebührend zu feiern, gibt es am Karnevalssonntag, 27. Februar. Bereits im Vorfeld hatte der FLK die Gastronomen auf eine mögliche Mitwirkung angesprochen. Loef: „Alle waren gerne zur Teilnahme bereit. Auch die Stadt Leverkusen unterstützt uns nach Kräften.“ Also präsentieren sich unter der Überschrift „KamelLe(v)“ viele Leverkusener Karnevalsvereine bei freiem Eintritt zwischen 11 und 17 Uhr vor den Kneipen und an unterschiedlichen Standorten:

• Auf dem Marktplatz treffen sich die Opladener Neustadtfunken, die KG Feuerwehr und die Rheindorfer Burgknappen.

• Vor dem Funkenturm in der Bahnstadt versammeln sich die KG Altstadtfunken.

• Das ebenfalls in der Bahnstadt gelegene Restaurant Gallodini haben die Roten Funken für einige Stunden zu ihrer Heimstatt erklärt, um mit Tanzvorführungen, Musik und Prinz Marijo I. für gute Laune und beste Stimmung zu sorgen.

• An Deyck‘s Café-Restaurant-Bar, Kölner Straße 33A, geben sich die Karnevalsgesellschaften Stadtgarde Opladen und Vier Tolle Häuser ein Stelldichein.

• Vor der Gaststätte Altes Rathaus, Bahnhofstraße 19, demonstriert die Tanzgarde der KG Grün-Weiß Schlebusch ihre neuen Einstudierungen.

• Im Gasthaus Bierbrezel am Busbahnhof, Freiherr-vom-Stein-Straße 5, können sich die Karnevalisten mit der Närrischen Kolpingsfamilie Opladen verabreden.

• Der Scala-Club in der Uhlandstraße bietet die Kulisse für die Prinzengarde Opladen und die Prinzengarde Leverkusen. Dort ist im Übrigen der einzige Ort, an dem in Innenräumen gefeiert werden darf.

Obwohl echte Karnevalsnarren schon so manch widrigem Wetter trotzen mussten, sind Veranstaltungsleiter Johannes Brüls und FLK-Geschäftsführer Loef von besten Bedingungen am kommenden Wochenende überzeugt.

Ein Blick in die aktuelle Wettervorhersage bestätigt diese Prognose. Nach jetzigem Stand ist davon auszugehen, dass sich die Sonne zumindest zeitweise blicken lässt und die Regenschirme zu Hause bleiben können.

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