Bäume im Leverkusener Bürgerpark sollen fallen

Alkenrath : Bürgerpark – sieben Bäume sollen fallen

Bezirksvertretung diskutierte über Gestaltung der Wege in der Alkenrather Grünanlage und traf eine Entscheidung. 

Seit mehr als einem Jahr beschäftigt sich die Politik mit dem Bürgerpark Alkenrath. Streit gibt es nicht nur wegen der geplanten Fällung von sieben Bäumen. Mit gleichem Engagement kämpfen Naturschützer auch gegen eine geplante Asphalt- und für eine wassergebundene Wegedecke.

Zuletzt bei der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung III. Benedikt Rees hatte Rederecht für den Naturschutzbeirat erhalten. Er wies auf die Bedeutung des Parks als Verbindung zwischen Bürgerbusch und Dhünnaue hin und kritisierte die Verwaltungsvorlage, wonach eine wassergebundene Decke zweimal teurer sei als Asphalt. „Wir preisen heute alles ein, um es zu bewerten“, bemängelte Rees und betonte, ein Verzicht auf Asphalt sei auf Dauer sicherlich kostengünstiger. Deshalb befürworte der Naturschutzbeirat eine ökologische Sanierung der Wegeanlagen und könne nicht nachvollziehen, dass dazu sieben Bäume gefällt werden müssten. Letztlich sei die Frage der Deckschicht sekundär, räumte Ulrich Hammer, Abteilungsleiter Unterhaltung des Fachbereichs Stadtgrün, ein.

Asphalt sorge allerdings für gut begehbare Wege und sei nicht nur kostengünstiger, sondern auch pflegeleichter. Der Fachbereich müsse den wirtschaftlichen Gegebenheiten schließlich Rechnung tragen und die Wege „vernünftig in Ordnung halten.“ An einer Baumfällung komme man keinesfalls vorbei, denn die dortigen Wurzeln seien eine Stolperfalle und Unfallgefahr.

Vor der anschließenden Diskussion verdeutlichte Bezirksvorsteher Frank Schönberger (CDU), es müsse „unbedingt zu einer Entscheidung kommen“, ein weiteres Schieben könne man sich angesichts des wichtigen Themas nicht erlauben. Benedikt Vennemann (FDP) bedauerte die Baumfällung, vertrat aber zugleich die Ansicht, dass kein Weg an einer vernünftigen Sanierung vorbeiführe, vorausgesetzt es werde bis Ende 2019 nachgepflanzt. Michael Prangenberg (CDU) schlug eine Teillösung aus beiden Deckschichten vor. Fraktionskollege Georg Karl Wollenhaupt befürwortete eine wassergebundene Decke als optimale Lösung für den Park und sagte: „Waldwege werden ihrer Wurzeln wegen doch auch nicht erneuert.“

Christoph Kühl (Bündnis 90/Die Grünen) sprach sich für eine wassergebundene Decke aus. Michael Hüther (SPD) signalisierte Zustimmung zur Verwaltungsvorlage. Zuletzt einigte man sich auf Fällung von sieben Bäumen mit Nachpflanzung und empfahl eine Ausweitung der wassergebundenen Wegedecke in Richtung Westen bis zur angrenzenden Straße.

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