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Automobilzulieferer Adient streicht 200 Stellen

Schwache Nachfrage : Zulieferer Adient streicht 200 Jobs

Schwache Nachfrage macht Anpassungen nötig. Sozialverträglicher Abbau geplant.

Der Automobilzulieferer Adient (er war früher Teil von Johnson Controls) leitet Kapazitätsanpassungen im Bereich Entwicklung und Projektmanagement in Deutschland ein. Das teilt das Unternehmen aus Burscheid mit,  bei dem auch viele Leverkusener beschäftigt sind. Es werden Stellen gestrichen. Adient spricht von rund 200 Jobs, die der Anbieter von Automobilsitzen sozialverträglich abbauen will.   Konkret sollen 75 Stellen in Burscheid und in Kaiserslautern wegfallen, in Solingen 57, ergänzt eine Sprecherin.

Der Grund für den Stellenabbau sei eine reduzierte Marktnachfrage. Über die Pläne sind am Montag die Mitarbeiter an den Standorten Burscheid, Kaiserslautern und Solingen informiert worden. „Der Schritt ist Teil einer umfassenden Strategieanpassung, um das Unternehmen in einem äußerst schwierigen Wettbewerbs- und Marktumfeld stärker aufzustellen“, teilt Adient mit. Mehrere Branchenfaktoren wirkten sich seit 2018 nachteilig auf operatives Geschäft und finanzielle Lage aus.

Manfred Rotterdam, Vice Resident Eningeering Seating EMEA erläutert: „Im Fokus stehen Überkapazitäten in den lokalen Entwicklungsabteilungen, die in einer sinkenden Nachfrage nach Engineering-Dienstleistungen durch die Fahrzeughersteller begründet liegen. Zudem sind aktuell einige größere Entwicklungsprojekte in die Serienfertigung übergegangen, ohne dass Nachfolgeaufträge angefragt wurden. Dies hat uns veranlasst, unsere Entwicklungsresourcen zu überprüfen und neu zu strukturieren, auch angesichts der deutlichen Anzeichen einer konjunkturellen Abschwächung in unseren Märkten.“ Die Firma hat das Mitbestimmungsverfahren mit den Arbeitnehmervertretungen eingeleitet, will weitere Details nennen, wenn die Beratungen mit der Arbeitnehmerseite beendet sind.

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Adient will sich wieder stärker aufs Kerngeschäft – das sind die Autositze –  konzentrieren. Zuvor hatte die Firma die Fühler nach zusätzlichen Wachstumsgeschäften ausgestreckt. Noch mehr sei geplant, sagt die Sprecherin: „Dazu zählt auch, die allgemeine Kapital- und Kostenstruktur zu verbessern und die operative Leistungsfähigkeit des Unternehmens zu steigern.“ Konkret will Adient seine einzelnen Produktionsstätten  überprüfen.