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Ausstellung der Eloba-Malschule in der Friedenskirche in Schlebusch

Ausstellung in Schlebusch : Tierische Werke der Eloba-Malschule

15 Mal-Schülerinnen zeigen in einer Ausstellung in der evangelischen Friedenskirche ihre Kunst. Das Motto: „Tierisch, Tierisch.“

Ein kleiner Esel im unteren linken Bildviertel scheint mit dem Hintergrund in verschiedenen Brauntönen fast zu verschmelzen. Dieses kleine Bild von Sabine Richter hat schon früh den ersten Anstoß gegeben zum Gemeinschaftsthema der 22. Jahresausstellung der Eloba-Malschule.

15 Schülerinnen haben sich, dem jeweiligen Ausbildungsstand entsprechend in unterschiedlichen Techniken beteiligt und hatten kein Problem damit, die Vorgabe auf ihre Weise zu erfüllen. Karin Unshelm hat als Neuling mit dem obligatorischen Tontopf in Kohle begonnen und für diese Schau bereits ersten Früchte-Stillleben geschaffen, in die sich kleine Tierchen hineingeschlichen haben.

Sechs Malerinnen haben bereits das ganze Pensum der Ausbildung absolviert, malen aber immer noch gerne in der Gruppe unter dem hilfreich-kritischen Blick ihrer Lehrerin Ellen Loh-Bachmann. Das sind zum Beispiel Patricia Dick, die farbige Chinesische Drachenboote zeigt oder Maria Junglas mit ihren stark abstrahierten Varianten von Tierbildern und Vera Leweke, bei der dieses Mal der Wurm drin ist in allen großformatigen Motiven. Ebenso Karin Rheingans, die mit Ölfarben Tiermasken aus drei verschiedenen Erdteilen kreiert hat, und Jeanine Weber mit ihrer Lesart von Inklusion. Eine Elefantenherde hat einen  Gepard in ihrer Mitte aufgenommen, der nun zart und klein zwischen den Dickhäuterpopos davon marschiert.

 Ausgelernt hat auch Themengeberin Sabine Richter, die eine Art Buchillustration von Paddington schuf und Schaufensterpuppen mit dem Lacoste-Krokodil im Hintergrund thementauglich machte. Alle anderen liegen mit ihrer Ausbildung irgendwo dazwischen. Margret Heß hat ihren Frauenakten dicke schwarze Spinnen aufgesetzt, während Marion Karlhofer einem surrealistischen Kopf die Fischgräten als Ohrring anhängt. Angelika Keil mag Schuhe, die sie weithin sichtbar ins Bildzentrum setzt, um sich dann durch entsprechende Zutaten tierische Sprachwitze erlaubte. Ein Kätzchen in den roten Pumps wurde zum „Catwalk“ oder die Natter, die sich um schwarze Stiefel windet zum „Schlangenschritt“.

Rita Mertens schuf in sanften Pastellkreide-Bildern Symbiosen von Mensch und Tier, indem sie Porträts die identischen Augen der mit abgebildeten Vierbeiner verpasste und Britta Ringel schuf mit demselben Material die Gattung „Elefantenfisch“ mit Rüssel. Katja Soodt hat die Parallelen von Pinguinen und Charlie Chaplin herausgearbeitet. Angela Steinert konzentrierte sich noch mehr auf Clowns, denen sie eine Fliege auf der Nase herumtanzen lässt oder einen Floh ins Ohr setzt. Die Jüngste an Jahren in der Malschule ist Jana Weinberger, die Kuscheltiere wie Winniepoo oder das rosa Schweinchen mit Ölfarbe in Szene setzte.