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Schlebusch: Auermühle braucht Muskelhypothek

Schlebusch : Auermühle braucht Muskelhypothek

Bis zum Jahresende will der Bürgerverein "Rettet die Auermühle" 500 Mitglieder zählen. Dafür geht der Verein an diesem Wochenende auf Suche beim Blumenmarkt in Schlebusch. Derweil laufen die Arbeiten für die Eröffnung.

Der Bürgerverein "Rettet die Auermühle" geht ab sofort in die Offensive. Während des Blumen- und Gartenmarktes "Blühendes Schlebusch" — heute und morgen — werden weitere Mitstreiter gesucht. Zwar zahlen 180 Bürger bereits ihren Beitrag von jährlich zwölf Euro. Geht es aber nach dem Willen des Vereinsvorsitzenden Hans Günther, dann werden sich bis Ende des Jahres "mindestens 500 Mitglieder" in die Listen eingetragen haben.

Das erste Ziel, die Wiedereröffnung, hat der Bürgerverein mit Unterstützung zahlreicher Schlebuscher und trotz massiver Widerstände von Politikern erreicht. "Bis jetzt haben wir schon eine Menge auf die Beine gestellt", betonten Günther und sein Vorstandskollege Carsten Trinker bei der gestrigen Pressekonferenz. Das alles innerhalb von nur vier Monaten nach Vereinsgründung geschafft zu haben, sei schon "fast utopisch".

Sieben Wochen bis zur Eröffnung

Nun, sieben Wochen vor (Wieder-)Eröffnung des Freibades am 4. Juni, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Etliche Handwerker sind freiwillig im Dauereinsatz, um alles wieder auf Vordermann zu bringen. Arbeiten, die darüber hinaus noch zu erledigen sind — zum Beispiel das Streichen und Reinigen von Schwimmbecken — sollen am 7. und 14. Mai in Gemeinschaftsaktionen geleistet werden.

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Neben 70 registrierten Helfern sind weitere Aktive willkommen. Die Einbringung von "Muskelhypothek" war ohnehin eine Forderung der Stadt Leverkusen und Voraussetzung für die Zahlung des Zuschusses in Höhe von 100 000 Euro. Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn und Sportparkleiter Georg Boßhammer hatten zuletzt betont, der befristete Weiterbetrieb unter Verantwortung des Sportparks könne nur gelingen, wenn die Mitglieder des Fördervereins Aufgaben vor und während des Badbetriebes übernehmen würden. Das heißt: Sobald das Schwimmbad geöffnet ist, wird weitere Hilfe benötigt.

So sollen Schüler, die am Ende des Tages freiwillig den Müll einsammeln, zur Belohnung eine Freikarte erhalten. Eventuelle Zweifel, Schwimmern könnte das Wasser mit 22 Grad zu kalt und der Eintritt in Höhe von 3,50 plus 1,50 Euro Solidaritätsbeitrag zu hoch sein oder Badbesucher würden sich an eingeschränkten Öffnungszeiten stören, wollten die Förderer gestern nicht aufkommen lassen. "Wir sind froh und glücklich", betonte Günther, "dass wir ein so tolles Bad erhalten können."

Mini-Blitzumfrage positiv

Eine Blitzumfrage in der Fußgängerzone gibt ihnen Recht. Um sich "im Alter fit zu halten" oder "Kindern das schwimmen beizubringen" sei kein "Spaßbad" notwendig, sagte ein Fußgänger. Ein anderer gab sich überzeugt: "Ein einfaches Freibad in zentraler und schöner Lage, das kann durchaus funktionieren."

(RP)