Leverkusen: An der Sekundarschule bleibt kein Schüler sitzen

Leverkusen: An der Sekundarschule bleibt kein Schüler sitzen

Das Konzept der Medienschule entspricht dem einer Gesamtschule. Mittlerweile gibt es mehr Bewerber als Plätze.

Erst waren die Eltern skeptisch. Inzwischen ist die Sekundarschule derart beliebt, dass die Leitung sogar Kinder abweisen musste. Zuletzt waren es 30, die keinen Platz bekamen. "Wir werden sehr gut angenommen" versicherte die Schulleiterin Carola Becker, als sie am Montagabend im CDU-Treff Kölner Straße über die 2015 gegründete Schulform berichtete.

Landtagsmitglied Rüdiger Scholz, Ratsfrau Christine Richerzhagen, Bezirksvertreter Lucas Melzig und Opladens CDU-Vorsitzender Mathias Koch sowie andere Interessenten hörten aufmerksam zu, als die Schulleiterin ergänzte: "Wir sind auf einem guten Weg zur Erfolgsgeschichte."

Besonderes Kennzeichen: Die Sekundarschule ist eine moderne Medienschule. Statt auf Schiefertafeln lehren 30 Pädagogen auf elektronischen Tafeln, so genannten Activboards. Schulhefte sind Tablets gewichen. Auch sonst hat die Schule einiges zu bieten. Dazu gehören unter anderem renovierte Räume und Mensa. Aber vor allem eine ideale Schüler-Lehrer-Relation: Jeder Lehrer einer Sekundarschule unterrichtet rein statistisch 16,27, an der Gesamtschule entfallen auf einen Lehrer 19,32 Kinder. Weil je zwei Lehrkräfte eine Klasse leiten, bieten sich - passend zum Leitbild "Auf neuen Wegen mit individueller Begleitung erfolgreich zum Ziel" - enorme Möglichkeiten.

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Wie in der Gesamtschule wird nach gymnasialen Standards unterrichtet. Abgesehen davon, so Becker, seien alle bestrebt, den Schülern "eine individuelle Schullaufbahn entsprechend den individuellen Begabungen zu bieten." Das heißt: Fördern und Fordern aller Kinder. Sollte es einmal nicht laufen, wie geplant: Sitzenbleiben gibt es nicht. Becker: "Wie in der Gesamtschule steigen die Kinder am Ende des Schuljahres in die nächsthöhere Klasse auf." Im Grunde, so Becker, entspreche das System dem Konzept der Gesamtschule.

Weil eine Kooperation mit dem Berufskolleg Opladen (BKO) und dem Werner Heisenberg Gymnasium (WHG) besteht, erhalten alle Kinder, die einen qualifizierten mittleren Bildungsabschluss bekommen, garantiert einen Platz in der gymnasialen Oberstufe dieser beiden Schulen. Auch deshalb sollten Eltern ganz beruhigt sein, wenn ihre Sprösslinge zu Spätzündern gehören. "Viele Kinder entwickeln sich noch als gymnasiale Schüler", unterstrich Becker. Eine Mutter bestätigte: "Mein Sohn findet die Schule toll. Er fühlt sich sehr wohl und kommt mit dem System gut klar."

Zum Kennenlernen sind Eltern der künftigen 5. Klassen für Dienstag, 26. Juni, 14.30 bis 16 Uhr, eingeladen. Infos: www.sekundarschule-leverkusen.de

(RP)